Nach Mixa: Schnelle Bischofs-Ernennung gefordert

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Mixa werden in eidesstattlichen Erklärungen Tätlichkeiten gegen Heimkinder in seiner Zeit als Stadtpfarrer von Schrobenhausen (1975-1996) und die Zweckentfremdung von Finanzmitteln aus der dortigen Waisenhausstiftung vorgeworfen.

Augsburg - Eine schnelle Neubesetzung des Augsburger Bischofsstuhls hat der Vorsitzende des Augsburger Diözesanrats, Helmut Mangold, gefordert.

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Wenn der Vatikan das Rücktrittsangebot von Bischof Walter Mixa annehme, dürfe es nicht wieder ein Jahr dauern, bis ein neuer Bischof ernannt wird, sagte Mangold am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. Im Augsburger Bistum sei jetzt die “zügige Aufarbeitung des Vorgefallenen“ nötig, es sei viel Vertrauen zerstört und Zweispalt in die Priesterschaft und Gemeinden gebracht worden.

Mangold: “Ich wünsche mir, dass bei der Neubesetzung Münchens Erzbischof Reinhard Marx der entscheidende Mann sein wird.“ Zudem sollte der apostolische Nuntius in Berlin möglichst zügig eine Kandidatenliste mit einem gekennzeichneten Favoriten nach Rom schicken, damit eine Entscheidung zügig gefällt werden könne. Mangold kündigte an, er wolle sich bei seinem Bericht vor der Vollversammlung des Diözesanrates am Freitagnachmittag für eine Bischofsnachfolge aus der Diözese stark zu machen. “Es soll ein Priester aus der Diözese sein“, sagte Mangold.

Mangold forderte erneut eine “komplette Aufklärung bis ins letzte Detail“ aller Vorwürfe gegen Mixa. Daran müsse sich dieser aktiv beteiligen. Mixa werden in eidesstattlichen Erklärungen Tätlichkeiten gegen Heimkinder in seiner Zeit als Stadtpfarrer von Schrobenhausen (1975-1996) und die Zweckentfremdung von Finanzmitteln aus der dortigen Waisenhausstiftung vorgeworfen. Ein Sonderermittler prüft seit zwei Wochen diese Vorwürfe.

dpa

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