In Nürnberger Gaststätte

Wegen Explosion: Wirtin erneut vor Gericht

Nürnberg - Mehr als zwei Jahre nach einer verheerenden Explosion in einer Nürnberger Gaststätte müssen sich die Wirtin und ihr Hilfskoch seit Montag erneut vor Gericht verantworten.

Die Anklage lautet auf Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion. Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs muss der Fall zum Teil erneut verhandelt werden. Unstrittig ist, dass die Angeklagten für die Explosion verantwortlich waren. Der Koch hatte dies zugegeben.

Das Landgericht Nürnberg-Fürth hatte die Frau Ende 2012 zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Das Motiv: Versicherungsbetrug. Der mitangeklagte Koch der Gaststätte „Zum Klösterle“ bekam zwei Jahre und elf Monate Gefängnis.

Nach Ansicht der Karlsruher Richter wurde jedoch nicht ausreichend geprüft, ob die Wirtin und ihr Komplize Leib und Leben der Anwohner riskiert hatten. Denkbar sei daher nicht nur eine Verurteilung wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, sondern auch wegen Brandstiftung. Im letzteren Fall könnte die 64-Jährige mit einer milderen Haftstrafe rechnen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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