Ersticktes Baby lag drei Tage tot in Wohnung

Weiden - Nach dem gewaltsamen Tod eines acht Monate alten Buben aus dem oberpfälzischen Weiden untersucht die Kriminalpolizei den Hintergrund des Verbrechens.

Weiden: Mutter erstickt ihr Baby

Dazu würden nun Verwandte und Bekannte der Mutter befragt, die ihren Sohn erstickt haben soll, sagte Weidens Leitender Oberstaatsanwalt Gerd Schäfer am Mittwoch. Die 25-Jährige soll ihr Kind am vergangenen Freitag umgebracht und den Leichnam dann drei Tage lang in ihrer Wohnung behalten haben. Der getrenntlebende Vater (37) fand am Pfingstmontag den toten Buben auf der Waschmaschine der Frau.

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Mutter erstickt ihr Baby

Die Ermittler sehen in dem Verhalten nach der Tat einen möglichen Hinweis auf einen “psychischen Ausnahmezustand“ der Mutter. Der Oberstaatsanwalt rechnet damit, dass die 25-Jährige auch für den anstehenden Prozess von einem Psychiater untersucht werden muss. “Bei einem derart schwerwiegenden Vorwurf ist es naheliegend und eigentlich auch die Regel, dass man eine Begutachtung vornehmen lässt“, sagte Schäfer.

Nach den bisherigen Hinweisen und der Aussage der Beschuldigten vermuten Kripo und Staatsanwaltschaft, dass die Frau ihren Jungen möglicherweise von Anfang an abgelehnt hat. “Man muss davon ausgehen, dass es nicht eine gewollte Schwangerschaft war“, sagte Schäfer. Derzeit sehe es nicht danach aus, dass es sich um eine spontane Tat gehandelt habe.

Die 25-Jährige soll mit einem nicht näher genannten Gegenstand den Buben erstickt haben. Die Frau sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Schäfer sieht bei der Tat die beiden Mordmerkmale niedrige Beweggründe und Grausamkeit.

Vor dem älteren Wohnblock in der Weidener Innenstadt, in dem die Frau mit ihrem Sohn lebte, wurden nach dem Bekanntwerden des Verbrechens Blumen abgelegt und eine Kerze aufgestellt.

dpa

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