Zu wenig Stellen für Lehramtsanwärter

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Junge Lehrer haben es schwer,eine Anstellung zu bekommen.

München - Der Großteil der Lehramtsanwärter wird nach Angaben des bayerischen Kultusministeriums im kommenden Schuljahr nur schwer eine Stelle finden. Manche Jung-Pädagogen trifft es besonders hart.

Besonders für junge Pädagogen an Gymnasien und Realschulen werde es schwierig, Fuß zu fassen, geht aus der sogenannten Lehrerbedarfsprognose für das kommende Schuljahr hervor, die am Dienstag in München vorgestellt wurde. Nur für die künftigen Sonderpädagogen sind die Aussichten demnach besser. Der bayerische Lehrerverband fordert von Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU), alle jungen Lehrer mit bestandener Prüfung anzustellen. Besonders für Gymnasiallehrer werde es im nächsten Schuljahr schwierig, sagte Spaenles Sprecher. Durch das Auslaufen des neunjährigen Gymnasiums werde eine ganze Jahrgangsstufe wegfallen. “Das entspricht Unterrichtskapazitäten von gut 1800 Stellen“, sagte Spaenle.

Während Lehrer mit naturwissenschaftlichen Fächern oder Latein noch verhältnismäßig gute Chancen haben, wird es für Pädagogen mit den Fächern Deutsch und Englisch besonders schwierig. Für Mittel-, Haupt- und Grundschulen sind die Aussichten ähnlich düster: Der Bedarf sei da, durch die Zahl der derzeitigen Lehramtsstudenten aber bereits gedeckt. Bessere Chancen prophezeite Spaenle einzig den künftigen Lehrern für Sonderpädagogik und an beruflichen Schulen. Der sonderpädagogische Bedarf werde auf einem hohen Niveau bleiben. Bei den beruflichen Schulen fehle zum Teil gar Personal: “Einen deutlichen Bewerbermangel verzeichnen wir bei Lehrkräften für Metalltechnik sowie Elektro- und Informationstechnik.“ Um die Situation abzumildern, will Spaenle sicherstellen, dass die Jahrgangsbesten aus allen Fächerkombinationen eine Beschäftigung finden. Für Klaus Wenzel, den Präsidenten des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes ist dies jedoch nur das Minimum. Er forderte von Spaenle, sämtliche jungen Lehrer mit bestandener Lehramtsprüfung anzustellen: “Wenn er das nicht tut, bleibt er hinter seinen eigenen Forderungen zurück.“ Sollte Spaenles Prognose tatsächlich eintreffen, müsse die Politik mit massiven Aktionen des Verbandes rechnen.

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