Apfelblüten im Herbst: Das Wetter spielt verrückt!

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Ein Obstbauer fährt bei Nonnenhorn am Bodensee (Schwaben) hinter einem blühenden Apfelbaum vorbei.

München - Die Menschen freuen sich, doch die Natur spielt verrückt: Im November bei Temperaturen um 20 Grad haben manche Apfelbäume am Bodensee wieder Blüten bekommen. Es gibt auch Zugvögel, die wegen der Wärme ihre Reise ins Winterquartier noch nicht angetreten haben.

Das ist der Herbst: Die schönsten Bilder der vergangenen Woche

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Der Spätherbst mit viel Sonnenschein und warmen Temperaturen erfreut zwar die Menschen, bringt aber die Natur durcheinander: Auf einigen Obstwiesen am Bodensee haben manche Apfelbäume wieder Blüten bekommen. “Das kommt immer mal wieder vor. In den letzten Tagen hatten wir starken Föhn mit Temperaturen um 20 Grad - darauf reagieren die Pflanzen“, sagte Helmut Jäger , Vorsitzender der Obstregion Bodensee, am Mittwoch. Solange es sich nur um einzelne Blüten handelt und die Bäume nicht im großen Stil zu blühen beginnen, bereite dies den Obstbauern aber keine Sorgen. “Sobald der Frost kommt, hat sich das erledigt.“ Zwar würden den Bäumen im kommenden Frühjahr ein paar Blüten fehlen, dies sei jedoch nicht weiter schlimm. “Beim Kernobst ist nicht jede einzelne Blüte erforderlich.“

Auch die Tiere kommen durcheinander

Auch auf manche Tiere wirkt sich das milde Herbstwetter aus. “Für Vögel, die hier überwintern, ist richtiger Frost natürlich anstrengender als sonniges, warmes Wetter. Das hilft ihnen, Energie zu sparen“, sagte Thomas Rödl vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) im mittelfränkischen Hilpoltstein. Im Unterschied zu den Langstreckenziehern, die ein starres Zugschema haben und bereits seit einigen Wochen weg sind, reagierten manche Kurzstreckenzieher flexibel auf das Wetter. Viele Stare etwa hätten aufgrund der Wärme ihre Reise nach Südeuropa noch nicht angetreten. “Die fliegen erst über die Alpen, wenn es bei uns kalt wird.“

Damit ist in den nächsten Tagen allerdings nicht zu rechnen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in München bleibt die Hochdrucklage bis nächste Woche bestehen. Vor allem auf den Bergen seien milde Temperaturen zwischen 15 und 17 Grad zu erwarten. In Tallagen müsse dagegen mit Nebel und kühlen Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad gerechnet werden. “Wenn die Sonne durchkommt, wird es natürlich ein paar Grad wärmer“, sagte ein Meteorologe.

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