Eon will Isar I nicht mehr anfahren

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Ein Warnschild steht vor dem Kühlturm des Atomkraftwerkes Isar 1 und 2 nahe Essenbach (Niederbayern).

Berlin - Der größte deutsche Energiekonzern Eon wird seine Atomkraftwerke Isar I und Unterweser nach Ende des Moratoriums kommende Woche nicht wieder anfahren.

Auch ohne ausdrückliche Verfügung werde man die Anlagen in Bayern (Isar 1) und Niedersachsen (Unterweser) nicht wieder in Betrieb nehmen, kündigte Eon als erster Atomkonzern am Donnerstag an.

Ein Sprecher sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: “Die zuständigen Behörden und die Übertragungsnetzbetreiber werden darüber informiert.“ Die Regierung und die im Bundestag vertretenen Parteien hätten deutlich gemacht, dass die im Zuge des Moratoriums verfügte vorübergehende Stilllegung der sieben ältesten Kernkraftwerke und von Krümmel fortdauern soll, bis ein neues Atomgesetz in Kraft trete. “Diesen klaren politischen Mehrheitswillen setzen wir um“.

Rechtlich wäre eine Inbetriebnahme der Eon-Meiler in Bayern und Niedersachsen möglich, da das Atomgesetz frühestens Mitte Juli in Kraft treten wird. Unabhängig davon behält sich Eon vor, Vermögensschäden geltend zu machen. Durch das Moratorium hat Eon rund 250 Millionen Euro verloren.

Zwischen 15. und 17. Juni läuft das nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima von der Regierung verkündete dreimonatige Moratorium aus. Mit dem neuen Atomgesetz, das frühestens bis zum 8. Juli Bundestag und Bundesrat passiert haben wird, soll das endgültige Aus der acht Meiler beschlossen werde. Daher könnten in der Zwischenzeit die Kernkraftwerke durchaus wieder angefahren werden.

dpa

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