Explosion in Gaststätte

Wirtin soll für sieben Jahre hinter Gitter

Nürnberg - Einst war es ein beliebtes Ausflugslokal - bis eine  Explosion den Gasthof in Schutt und Asche legte. Die Staatsanwaltschaft macht dafür die Wirtin verantwortlich.

Sie soll ihre eigene Gaststätte in die Luft gesprengt haben, um später die Versicherungssumme zu kassieren - dafür soll die Wirtin eines Nürnberger Ausflugslokals nach Vorstellungen der Staatsanwaltschaft für sieben Jahre hinter Gitter. Für ihren Koch, der an der Tat beteiligt gewesen soll, verlangten die Ankläger am Dienstag dagegen lediglich eine Haftstrafe von drei Jahren. Dieser habe mit seinem Geständnis einen Versicherungsbetrug verhindert. Das ursprünglich für Dienstag geplante Urteil will das Landgericht Nürnberg-Fürth nun erst am 3. Dezember verkünden.

Während des seit Sommer laufenden Prozesses hatte der Koch der Traditionsgaststätte zugegeben, das Wirtshaus im Auftrag seiner Chefin in die Luft gejagt zu haben. Er habe in Absprache mit der Wirtin die Gasleitung in der Küche aufgedreht. Dafür habe er von der Frau 1000 Euro bekommen. Später habe er mit einem Drittel der von der Versicherung gezahlten Summe beteiligt werden sollen. Die 63-Jährige stritt die Vorwürfe dagegen bis zum Prozessende ab. Ihr Verteidiger forderte daher für sie einen Freispruch.

Die Explosion in der Gaststätte „Zum Klösterle“ hatte in Nürnberg-Pillenreuth auch sechs umliegende Häuser schwer beschädigt. Außerdem wurden durch die Druckwelle Bäume in den Vorgärten ausgerissen. Die Staatsanwaltschaft schätzt den entstandenen Schaden auf rund 800 000 Euro. Die Versicherungssumme hätte 200 000 Euro betragen, die Versicherung zahlte allerdings nicht.

dpa

Rubriklistenbild: © ap

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