Verdächtiger aus U-Haft entlassen

WM-Mord: Überraschende Wende bei Ermittlungen

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Die Tat ereignete sich am 14. Juli in Bad Reichenhall.

Bad Reichenhall - Im Zuge der Ermittlungen zum so genannten "WM-Mord" von Bad Reichenhall hat sich nach Polizei-Angaben eine überraschende Wende ergeben.

Sie glaubten, dass sie ihn haben. Alles sprach für Alexander G. (21) als brutalen WM-Mörder von Alfons S. (72) und Peiniger der 17-jährigen Sarah in Bad Reichenhall in der Nacht vom 13. auf 14. Juli. Doch gestern die überraschende Wende: „Bisheriger Tatverdächtiger entlastet“, meldete die Polizei Bad Reichenhall. „Der junge Mann wird folglich freigelassen.“

Über 500 Hinweise waren aus der Bevölkerung eingegangen, mehrere Zeugen glaubten, den jungen Mann auf dem Phantombild zu erkennen. Verdächtig war auch, dass er sein Facebook-Profil genau an dem Tag gelöscht hatte, an dem das Phantombild veröffentlicht wurde. Die brutalst mit einem Messer verletzte 17-jährige Sarah hatte auf einem Foto den ursprünglich Tatverdächtigen als ihren möglichen Peiniger identifiziert. Auf der Tatwaffe waren jedoch keine DNA-Spuren des Festgenommenen zu finden.

Da die Soko 14. Juli in allen Richtungen weiter ermittelte, ergab sich am Wochenende nach Auskunft der Polizei eine neue Spurenlage, „die den jungen Mann umfassend entlastet hat“. Er wurde daraufhin aus der Untersuchungshaft entlassen. Die neuen Spuren würden auf einen jungen Mann hinweisen, der der Polizei bekannt ist. „Wir wissen, wer das ist“, so ein Polizeisprecher zur tz. Nach ihm werde inzwischen intensiv gefahndet. Weitere Auskünfte wollte die Polizei gestern noch nicht geben, eine Öffentlichkeitsfahndung werde jedoch vorbereitet.

vp

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