Demonstration

Wunsiedel: Faschings-Protest  gegen Neonazis

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Das Bündnis "Wunsiedel ist bunt" protestierte unter dem Motto "Fasching statt Faschismus" mit närrischen Aktionen gegen eine Kundgebung Rechtsextremer.

Wunsiedel - Mit Musik, Kostümen und Kabarett-Einlagen haben die Bürger von Wunsiedel friedlich gegen einen Neonazi-Aufmarsch protestiert. Rechtsextreme hatten einen Marsch zum 70. Jahrestag der Bombardierung Dresdens angemeldet.

Nach Schätzungen der Polizei hatten sich am Samstag rund 80 Anhänger der rechtsextremen Szene in der oberfränkischen Stadt versammelt. Sie hatten zum 70. Jahrestag der Bombenangriffe auf Dresden einen Aufmarsch angemeldet. Ihren Zug begleitete das Bündnis „Wunsiedel ist bunt“ mit närrischem Treiben: Viele der rund 150 Teilnehmer der Gegenkundgebung hatten sich maskiert, ein Spielmannszug sorgte für eine lautstarke Kulisse. „Fasching statt Faschismus“, lautete das Motto der Veranstaltung.

Schon seit Jahren kämpft Wunsiedel gegen braune Umtriebe. Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß war in der Stadt begraben, seine Grabstätte war Anziehungspunkt für die rechtsextreme Szene. Inzwischen ist das Grab aufgelöst worden.

Erst im November waren Rechtsextreme durch Wunsiedel marschiert, doch weltweit Schlagzeilen machten die Organisatoren der Gegenkundgebung: Sie funktionierten den Marsch der Rechtsextremen in einen Spendenlauf um - für jeden Meter, den der Tross zurücklegte, floss Geld in ein Aussteiger-Projekt. Dabei wurden die Neonazis durch humorvolle Plakate auf den Arm genommen („Wenn das der Führer wüsste...“).

Gegen Nazis: Faschings-Demo in Wunsiedel

dpa

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