Unterfranken besonders betroffen

Zahl der Einbrüche um zehn Prozent gestiegen

München - Für Betroffene ist es ein Schock: Sie fühlen sich nicht mehr sicher in den eigenen vier Wänden. Und die Zahlen der Einbrüche in Bayern steigen immer weiter.

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist in diesem Jahr deutlich gestiegen. Bis einschließlich November seien 5720 Einbrüche gemeldet worden, zehn Prozent mehr als im Vorjahr, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Freitag auf Anfrage. Dabei gibt es starke regionale Schwankungen: In Unterfranken gab es einen Anstieg um mehr als ein Viertel, in Schwaben dagegen einen Rückgang um 6,5 Prozent. In Schwaben war im vergangenen Jahr ein mittlerweile gefasster Serientäter unterwegs, der etwa 100 Einbrüche auf dem Konto hatte.

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will bei der Kabinettsklausur am Tegernsee seine Strategie gegen die Einbruchskriminalität vorstellen. Die Täter sind offensichtlich schwer zu fassen: Nach den Zahlen des Ministerium werden in Bayern 18,8 Prozent der Einbrüche aufgeklärt. Im Bundesdurchschnitt liegt die Aufklärungsquote noch niedriger bei 15 Prozent.

Heterogene Tätergruppen

Erschwert wird die Aufklärung auch, weil ganz verschiedene Gruppen von Tätern ihr Unwesen treiben: Die Polizei hat es nach Angaben des Ministeriumssprechers mit Zufalls- und Gelegenheitstätern ebenso zu tun wie mit reisenden Einbrechergruppen aus Osteuropa und professionellen Banden, die ihre Einbrüche lange vorher sorgfältig planen und dabei auf große Beute aus sind.

Auch wenn die Täter nicht viel finden, fühlen sich ihre Opfer anschließend häufig in den eigenen vier Wänden nicht mehr sicher. „Ein Einbruch ist auf jeden Fall eine dramatische Belastung“, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamts.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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