Zeitungsredakteure stimmen über Streik ab

München - Im laufenden Tarifstreit der Zeitungsredakteure sind in Bayern Urabstimmungen zu einem unbefristeten Streik angelaufen.

Der Bayerische Journalistenverband (BJV) und die dju in der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di haben Redakteure von 17 Zeitungshäusern für Mittwoch und Donnerstag zur Urabstimmung aufgerufen. “Nach den zahlreichen Warnstreiks in den vergangenen Wochen erhöhen die Gewerkschaften nun den Druck, da nach wie vor ein akzeptabler Tarifabschluss in weiter Ferne ist“, hieß es dazu in einer gemeinsamen Mitteilung beider Gewerkschaften.

Die Tarifverhandlungen für die rund 14 000 Zeitungsredakteure in Deutschland sind bisher erfolglos geblieben. Hauptstreitpunkte sind neue Gehaltstarife für Berufsanfänger und die Kürzung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld, wie die Arbeitgeber sie fordern. Sie verweisen auf die schwierige finanzielle Lage der Blätter. Die Gewerkschaften wollen die Forderungen nach einer Abschmelzung der Bezüge nicht hinnehmen und verlangen vier Prozent mehr Lohn. In Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen hatten sich die Redakteure bereits mehrheitlich für Streiks ausgesprochen.

Der Geschäftsführer im Verband Bayerischer Zeitungsverleger (VBZV), Markus Rick, wollte sich wegen der laufenden Verhandlungen am Mittwoch nicht direkt äußern und verwies auf den Bundesverband BDZV. Der hatte zuletzt vorgeschlagen, auf geringere Einstiegsgehälter zu verzichten, wenn Urlaubs- und Weihnachtsgeld von 1,75 Gehältern auf 1,0 zusammengelegt werden. Die nächste Runde der Verhandlungspartner sei für den kommenden Dienstag (2. August) anberaumt, sagte BDZV-Justiziar Burkhard Schaffeld.

dpa

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