Michael Rosenheimer (3. v. li.) trat ab; Michael Steinbauer (li.) wurde sein Nachfolger. Es gratulierten und dankten die beiden Stellvertreter Christine Unzeitig und Jürgen Biffar sowie der IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen (re.) Foto: Dieter Metzler
Von DIETER METZLER, Fürstenfeldbruck –
Der 37-jährige Diplom-Betriebswirt Michael Steinbauer, Bevollmächtigter und stellvertretender Personalleiter der Firma Deutsche DOKA Schalungstechnik GmbH aus Maisach, wurde bei der Jahresauftakt-Sitzung des IHK Gremiums Dachau- Fürstenfeldbruck am 9. Februar im Verwaltungszentrum der Brucker Sparkasse zum neuen Vorsitzenden gewählt. Die Neuwahl war durch den Rücktritt des langjährigen Vorsitzenden Michael N. Rosenheimer, Geschäftsführer des Mammendorfer Instituts für Physik und Medizin GmbH, notwendig geworden.
Knapp zehn Jahre hatte Rosenheimer das IHK-Gremium Dachau-Fürstenfeldbruck geleitet und war zugleich Mitglied der IHK-Vollversammlung, dem höchsten Organ der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern. Seit 2006 war Rosenheimer auch Sprecher der 14 regionalen IHK-Gremien und als solcher Mitglied des Präsidiums der IHK. Der Mammendorfer Unternehmer hat sich aber nicht nur ehrenamtlich im IHK-Gremium, im IHK-Präsidium und der IHK-Vollversammlung für die Belange der Wirtschaft eingesetzt. Er ist zudem seit 2006 als Handelsrichter tätig und arbeitete von 2006 bis 2011 im Außenwirtschaftsausschuss der IHK ehrenamtlich mit. Erst im Mai des vergangenen Jahres war der Mammendorfer Unternehmer für die nächste Legislaturperiode von fünf Jahren wiedergewählt worden. Acht Monate nach seiner Wiederwahl erklärte Rosenheimer nun aus persönlichen Gründen überraschend seinen Rücktritt.
In seiner knapp zehnjährigen Amtszeit hat sich der 55-jährige Rosenheimer insbesondere für die Belange der Wirtschaft und die Sicherung der Wirtschaftskraft in den beiden Landkreisen Fürstenfeldbruck und Dachau eingesetzt. Unter seinem Vorsitz wurden vom IHK-Gremium Dachau- Fürstenfeldbruck unter anderem die jährlichen Ausbildungsfeiern des IHK-Gremiums und die Vergabe des IHK-Ausbildungspreises Dachau-Fürstenfeldbruck gestartet und etabliert. Unter seiner Ägide fand erstmals ein Berufsinformationstag an den Germeringer Mittelschulen statt. Um den Kontakt zwischen Schulen und Wirtschaft sowie Unternehmen und Schülern zu verbessern, schloss das IHK-Gremium Kooperationsvereinbarungen mit Haupt-, Mittel- und Volksschulen in den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Dachau. Darüber hinaus forcierte der Vorsitzende die Themen „Export und die Erschließung ausländischer Märkte für kleine und mittelständische Unternehmen“ sowie die komplexe Materie „Brandschutz“ mit Aktionstagen in der Region.
Rosenheimer habe tiefe Spuren hinterlassen, meinte der von den 15 wahlberechtigten Gremiumsmitgliedern mit zwei Enthaltungen gewählte Steinbauer und dankte dem scheidenden Vorsitzenden für das Angebot, ihn zu unterstützen. „Ich bin zu der Aufgabe gekommen wie die Jungfrau zum Kinde“, so Steinbauer, der sich zunächst inhaltlich mit dem IHK-Jahresthema „Energie und Rohstoffe für morgen“ beschäftigen wird. Einen ersten Einstieg zu diesem Thema erhielten der neue Vorsitzende sowie alle anwesenden Gremiumsmitglieder beim abschließenden Informationsvortrag über die „Neuausrichtung der Energieversorgung“ durch den Leiter der Abteilung Innovation und Umwelt der IHK, Dr. Stefan Wimbauer.
Als weiteres wichtiges Ziel bezeichnete Steinbauer die Sicherung von Fachkräften. Auf diesem Gebiet wurde das Maisacher Unternehmen 2010 mit dem dritten Platz bei der Vergabe des IHK-Ausbildungspreises ausgezeichnet.
15.02.2012 12:00, GERMERING, Fred Schmitz (nicht geprüft)
Vor allem die unzähligen mit der Zwangsmitgliedschaft in Kammern unzufriedenen Leser und ihre Familien hätten sich gewünscht, dass der KREISBOTE auch berichtet, warum Michael Rosenheimer denn von seiner langjährigen IHK-Funktion "abgetreten" ist. Er hätte Ihnen es bestimmt gerne gesagt. Andere Publikationen, wie etwa die Regionalausgabe Dachau/FFB des Münchener Merkur haben da weit besser informiert.
Wie kann man die steigende Gewaltbereitschaft in Verbindung mit Alkoholexzessen bei Jugendlichen eindämmen?
Ob Gewaltbereitschaft bei Demonstrationen, Übergriffe im öffentlichen Nahverkehr oder Prügeleien nach Alkoholgenuss: die steigende Gewalt beunruhigt Polizei, Eltern und Erzieher. Am 05.05.2012 gegen 24.00 Uhr gerieten zwei Gruppen Jugendlicher bzw. Heranwachsender nach dem Frühlingsfestbesuch in der direkt angrenzenden Jakob-Groß-Straße tätlich aneinander, wobei ein 16jähriger aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck von einem 19jährigen aus Fürstenfeldbruck im Gesicht verletzt wurde. Beamte der Polizeiinspektion Fürstenfeldbruck sowie des Einsatzzuges Fürstenfeldbruck trennten die Gruppen bevor weitere Eskalationen geschehen konnten und leiteten die Körperverletzungsverfahren ein. Wie erst jetzt im Rahmen einer Zeugenvernehmung bekannt wurde, wartete der 16jährige gegen 0.45 Uhr auf dem Bahnhof Fürstenfeldbruck, als er in der dortigen Unterführung erneut von dem 19jährigen und einem weiteren Täter angegriffen wurde und dabei weitere Verletzungen im Gesicht erlitt. Der weitere Täter ist vermutlich ein 16jähriger aus Fürstenfeldbruck, der ebenfalls in der ersten Schlägerei in der Jakob-Groß-Straße dabei war. Worauf die Motivation für den zweiten Angriff, trotz vorheriger Aufnahme aller Personalien durch die Polizei, zurückzuführen ist, ermittelt nun der Einsatzzug Fürstenfeldbruck: Wegen dem zweiten Angriff wird ein weiteres Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung einlgeleitet. Was können Eltern, Schule und
die Gleichaltigen gegen Gewalt-Exzesse von Jugendlichen unternehmen?