Der Blick in die Ausstellung und Werkstatt von Michael Jaumann lässt über die Fülle an Hauskrippen einfach nur staunen: Alle Ausdrucksformen in äußerer Gestaltung und Figuren sind in der Kreuzbreitlstraße 10 anzutreffen. Das Unternehmen zählt mit zu den diesjährigen 5 Krippen-Leihgebern in der ehemaligen Münchner Augustinerkirche, dem heutigen Jagd- und Fischereimuseum.
Etwa vor 500 Jahren kamen Weihnachtskrippen in Italien auf; Einzug in den süddeutschen, bürgerlichen Wohnraum fand das „Kripperl“ etwa ab 1600. Es stand jedoch, bevor im 19. Jh. der Christbaum allgemeine Verbreitung fand, lange Zeit alleine im Mittelpunkt der familiären Weihnachtsgeschichte. Sie wurden und werden noch immer in allen erdenklichen künstlerischen Stilen und Materialien gefertigt. Und die Freude über dieses bildlich erlebbare, wahre Weihnachtsgeschenk der Geburt Christi hielt in bereits zurückliegenden Zeiten an bis zum Ende der Weihnachtszeit - bis Maria Lichtmess.
Michael Jaumann, geboren 1964, ein gelernter Holzbildhauer, sieht das Besondere an seinem Krippengeschäft in der Kontinuität und Freude am Zukaufen. „Die Kinder kommen mit ihren Eltern und möchten ein weiteres Tier, eine neue Person …“ Die Holzbildhauerei Kreutz feierte 2002 ihr 50Jähriges. Großvater Josef Kreutz gründete das Unternehmen in einer schwierigen Zeit, gleich nach Kriegsende 1945. Man hielt sich anfangs mit Holzspielzeug über Wasser: „Krippen konnte sich damals niemand leisten.“ Der Holzbildhauer und Ausbilder Josef Kreutz war Innungsobermeister. Das Geschäft wuchs und man lieferte bis in die 70er Jahre für den Passionsbedarf Holzschnitzarbeiten nach Oberammergau. Zeitweise bildete man 15 Lehrlinge aus. In den 60er Jahren trat Johann Jaumann, Michaels Vater und Ehemann von Irmgard Kreutz, in das Unternehmen ein, dass sich nun auch enger mit der Südtiroler Holzschnitzkunst und in einer begrenzten Zeit mit der italienischen Stilmöbelherstellung verband.
Sohn Michael Jaumann, geboren 1964, übernahm vor 20 Jahren die Firmengeschicke und führte das Unternehmen wieder stärker zu den Ursprüngen des Krippenbaues zurück. 1996 wurde der Starnberger Krippenbauer Alpenland Cappius übernommen. Schon seit dem Ende der 40er Jahre hatte sich die Firma Kreutz immer am traditionellen Münchner Krippenmarkt beteiligt, der seither eine wahre Odyssee und Standortwanderung erlebte: „Vom Jakobsplatz über den Dom zum Rindermarkt und heuer vor der Michaelskirche …“ Michael Jaumann nennt für sein Ladengeschäft in Gröbenzell einen erstaunlich großen Kunden-Einzugsbereich von rundum 400 Kilometer. An Geschäfte und Märkte liefert Kreutz/Jaumann bis Kiel, Aachen und in die Schweiz. wei Außendienstmitarbeiter werden beschäftigt und auch Heimarbeiter im Nahbereich.
Wie kann man die steigende Gewaltbereitschaft in Verbindung mit Alkoholexzessen bei Jugendlichen eindämmen?
Ob Gewaltbereitschaft bei Demonstrationen, Übergriffe im öffentlichen Nahverkehr oder Prügeleien nach Alkoholgenuss: die steigende Gewalt beunruhigt Polizei, Eltern und Erzieher. Am 05.05.2012 gegen 24.00 Uhr gerieten zwei Gruppen Jugendlicher bzw. Heranwachsender nach dem Frühlingsfestbesuch in der direkt angrenzenden Jakob-Groß-Straße tätlich aneinander, wobei ein 16jähriger aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck von einem 19jährigen aus Fürstenfeldbruck im Gesicht verletzt wurde. Beamte der Polizeiinspektion Fürstenfeldbruck sowie des Einsatzzuges Fürstenfeldbruck trennten die Gruppen bevor weitere Eskalationen geschehen konnten und leiteten die Körperverletzungsverfahren ein. Wie erst jetzt im Rahmen einer Zeugenvernehmung bekannt wurde, wartete der 16jährige gegen 0.45 Uhr auf dem Bahnhof Fürstenfeldbruck, als er in der dortigen Unterführung erneut von dem 19jährigen und einem weiteren Täter angegriffen wurde und dabei weitere Verletzungen im Gesicht erlitt. Der weitere Täter ist vermutlich ein 16jähriger aus Fürstenfeldbruck, der ebenfalls in der ersten Schlägerei in der Jakob-Groß-Straße dabei war. Worauf die Motivation für den zweiten Angriff, trotz vorheriger Aufnahme aller Personalien durch die Polizei, zurückzuführen ist, ermittelt nun der Einsatzzug Fürstenfeldbruck: Wegen dem zweiten Angriff wird ein weiteres Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung einlgeleitet. Was können Eltern, Schule und
die Gleichaltigen gegen Gewalt-Exzesse von Jugendlichen unternehmen?