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Israelischer Generalkonsul Tibor Shalev Schlosser, München, legte in Tel Aviv an der Gedenktafel für die Opfer des Olympia-Attentats einen Kranz nieder


Nachricht von: Kreisbote
Fürstenfeldbruck, 27.01.2012 12:00


Ron Huldai, Bürgermeister der Stadt Tel Aviv mit Tibor Shalev Schlosser, Generalkonsul des Staates Israel vor der Gedenktafel für die ermordeten israelischen Sportler. Foto: Marina Maisel
Von HEDWIG SPIES, Fürstenfeldbruck –



Fürstenfeldbruck – Der Oberbürgermeister der Stadt Tel Aviv, Ron Huldai, hat am Dienstag, den 24.01.2012 die Gedenktafel für die Opfer des Olympia-Attentats besucht und in Anwesenheit des israelischen Generalkonsuls, Tibor Shalev Schlosser, einen Kranz niedergelegt.Bei der Gelegenheit hob er die Wichtigkeit der Erinnerung an die israelischen Sportler hervor, die friedlich an den olympischen Spielen 1972 in München teilgenommen hatten und durch palästinensische Terroristen in München und am damaligen Flugplatz
auf dem Fliegerhorst Fürstenfeldbruck ermordet wurden.


Diesen September jährt sich das Olympia-Attentat zum 40. Mal, bei dem elf israelische Athleten und der deutsche Polizeibeamte Fliegerbauer ermordet wurden. Das Landratsamt Fürstenfeldbruck ist bereits mit den Vorbereitungen für das Gedenken im September 2012 befasst, die auch Überlegungen, eine dauerhafte
Gedenkstätte/Dokumentationsstätte zu schaffen, mit einschließen.
Zum Olympia-Attentat und die Verfolgung der Terroristen des "Schwarzen September" (damals Anführer
Ali Salameh, der grausame und berüchtigte "Rote Prinz"),
ist im Januar im Arche Literatur-Verlag Hamburg ein Buch über die Mossad-Agentin
Sylvia Rafael erschienen (der Kreisbote berichtete). Die Übersetzung aus dem
Hebräischen stammt von Ruth Achlama, das Vorwort schrieb Shlomo Gazit, General a.D. d.R., ehemals Leiter
des militärischen Nachrichtendienstes. Einer der Verfasser ist Moti Kfir, er war zur Zeit des Attentats auf
die israelische Olympiamannschaft Mitglied des Mossad und Sylvias "Führungsoffizier".
Co-Autor ist Ram Oren, früherer Journalist und Rechtsanwalt, einer der erfolgreichsten Autoren
Israels.
Außerdem ist ein neuer Film "München 72"unter der Regie des israelischen Regisseurs Dror Zahavi bei der ZDF-Produktionsfirma Teamworx in Vorbereitung. Alle israelischen Geiseln werden
von Israelis gespielt, alle Palästinenser von Palästinensern dargestellt.

Der Versuch von deutscher Seite, nach dem Anschlag 1972 auf dem Flugplatz in Fürstenfeldbruck die israelischen Geiseln zu befreien, war vergeblich. Das Massaker der Terroristen endete in einem Blutbad und mit dem Tod aller israelischer Geiseln sowie des
deutschen Polizeibeamten Fliegerbauer, den eine verirrte Kugel traf.

Wie inzwischen noch bekannt wurde, wird anlässlich des 40. Jahrestages der Olympischen Spiele von München 1972 für The Biography Channel eine umfangreiche Dokumentation produziert, die dem Attentat
auf die israelische Mannschaft in besonderer Weise zu gedenken versucht. In der Dokumentation wird zum ersten Mal die Geschichte der israelischen Sportler in den Mittelpunkt gestellt, die den Terroristen in der Teamunterkunft in der Conollystrasse nur knapp entgingen und das Drama von München überlebten.
Alle acht Sportler, inklusive dem damaligen Chef de Mission Shmuel Lalkin, wurden für diese Produktion gewonnen. Ende Februar werden die Überlebenden zu den Dreharbeiten in München erwartet, die nach vierzig Jahren wieder geschlossen als Team reisen. Produzent ist Emanuel Rotstein. The History Channel,
Germany.


Die von palästinensischen Terroristen ermordeten israelischen Sportler der Olympiamannschaft von 1972. Bei dem mißglückten Versuch, die Geiseln zu befreien, mussten die neun Sportler David Berger, Se'ew Friedman, Josef Gutfreund, Eliezer Halfin, Amizur Shapira, Kehat Shorr, Mark Slavin, Andre Spitzer, Ja'akov Springer und der deutsche Polizeibeamte Anton Fliegerbauer ihr Leben lassen. Im Olympischen Dorf waren der Gewichtheber Josef Romano und Mosche Weinberger von den Terroristen überfallen und getötet worden. Foto: priv



Einer der beiden Helikopter, aufgenommen vor der damaligen Feuerwache des Militärflugplatzes. Foto: priv



Das Foto am Tag nach dem Blutbad in Fürstenfeldbruck aufgenommen, zeigt die beiden Helikopter, die auf dem Vorfeld des Flugfeldes in FFB aufsetzten - in etwa 35 Meter Entfernung zum Tower und rund 100 Meter zur geparkten 727, mit der die Terroristen ursprünglich ausgeflogen werden wollten. Foto: priv



Spurensicherung am Helikopter auf dem Flugplatz in Fürstenfeldbruck. Foto: priv



Einer der zerstörten Helikopter in Fürstenfeldbruck auf dem Flugfeld. Foto: priv



Einen Tag nach dem Anschlag. Foto: priv



Deutlich zu erkennen: Einschüsse am zweiten Helikopter. Foto: priv




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