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Großer Schritt zur Innenstadt-Belebung – Ankauf des historischen Café Brameshuber und anliegender Grundstücke beendet Stillstand in FFB


Nachricht von: Kreisbote
Fürstenfeldbruck, 25.01.2012 12:00


Mit dem Finger zeigt OB Sepp Kellerer auf das Brameshuber-Modell, dem Ausgangspunkt für die weitere Innenstadtentwicklung. Dabei sind Josef und Thomas Vilgertshofer sowie der Architekt Peter Bohn. Foto: Dieter Metzler
Von DIETER METZLER, Fürstenfeldbruck –
Mit dem Ankauf des historischen Café Brameshuber und der anliegenden Grundstücke beendet das Allinger Bauunternehmen Vilgertshofer den jahrelangen Stillstand zur Weiterentwicklung der Hauptstraße in der Brucker Innenstadt. Zugleich vollzieht die Baufirma damit einen großen Schritt zur Belebung der Innenstadt ganz im Sinne der beiden Modellvorhaben „lebenfindetinnenstadt“ und „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“. Denn bis Ende 2013 sollen die teils denkmalgeschützten Gebäude an der Hauptstraße saniert werden sowie dahinter in zweiter Reihe 30 neue Wohnungen entstehen. Parallel dazu wird auch der langersehnte Durchgang zum Viehmarktplatz endlich realisiert.

Bei einer Pressekonferenz im Brucker Rathaus stellten Oberbürgermeister Sepp Kellerer, Stadtbaumeister Martin Kornacher, sowie das Allinger Bauunternehmen Josef und Thomas Vilgertshofer und Architekt Peter Bohn am 24. Januar ihre Vorstellungen zur weiteren Innenstadtentwicklung vor.
Ende des vergangenen Jahres erwarben der Obermeister der Brucker Bauinnung, Thomas Vilgertshofer, und der Seniorchef der Allinger Baufirma, Josef Vilgertshofer, die Grundstücke von Wiesn-Wirt Sepp Krätz und dem Erzbischöflichen Ordinariat. Zu dem gesamten Komplex gehören das ehemalige Café Brameshuber, das frühere Marthabräugebäude und jetzige Brucker Hendlhaus sowie das Sternerhaus, das einst das Porzellangeschäft Pfefferl und derzeit ein Modegeschäft beherbergt.

Für ihn stelle die Realsierung, vor allem die Wiedereröffnung des „Bramerl“, eine Herzensangelegenheit dar, freute sich Kellerer, dass es endlich vorangehe, dankte zugleich den Allinger Bauunternehmern für den Mut und wünschte ihnen eine glückliche Hand. Mit den Maßnahmen werden der Erhalt und die Entwicklung von innerstädtischen Standorten für Wirtschaft, Kultur, Wohnen, Arbeiten und Leben fortgeführt. „Unser Ziel ist es in Zusammenarbeit mit der Stadt, dem Bauamt und dem Architekten die Gebäude zu sanieren und wieder zu beleben“, teilte Thomas Vilgertshofer mit.

Während die Gebäude an der Hauptstraße im Eigentum der Allinger Baufirma bleiben, werden die 30 in drei Etagen barrierefreien und zum großen Teil familiengerechten Wohnungen zum Verkauf angeboten, informierte Vilgertshofer. Das „Bramerl“ wolle man als Lokal ggf. mit einer Weinstube im Kellergewölbe eröffnen, berichtete Vilgertshofer, nach Besichtigung des Gewölbes. Der Brucker Rathauschef räumt dagegen einem Café größere Chancen ein. Als ein großartiges Projekt bezeichnete Architekt Peter Bohn die gesamte Baumaßnahme, die ganz im Sinne von „lebenfindetinnenstadt“ zur Vitalität einer Innenstadt beitrage. Die Pläne will der Architekt bis zum Mai einreichen, der Baubeginn ist für den Herbst geplant.
Mit Fertigstellung der Baumaßnahmen Ende 2013 soll zugleich auch der Fußweg zwischen dem jetzigen Modegeschäft und der Bäckerei Bücherl eine Verbindung zwischen dem Viehmarktplatz und der Hauptstraße eröffnet werden. Die von der Hauptstraße ausgehende schmale Gasse soll – mal enger, mal breiter –in die Ludwigstraße münden. Alle Beteiligten sind sich einig, dass, auch im Hinblick auf die Umgestaltung des Viehmarktplatzes, durch eine direkte Verbindung von der Hauptstraße neben den bereits vorhandenen Zugängen von der Pucher Straße und der Schöngeisinger Straße die Innenstadt aufgewertet werde.

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