Stefan Kellner (103) ging schon kurz nach dem Start in Führung, links neben ihm Karl-Heinz Michalsky (274), der Zweiter wurde.Olchinger Neujahrslauf. Foto: Horst Kramer
Von HORST KRAMER, Olching –
Der Olchinger Neujahrslauf wurde heuer überschattet durch einen Unfall des TSV-Abteilungsleiters Max Haberthaler. Bei den Vorbereitungen zum Kinderlauf hatte sich aus der Start-Pistole ein Schuss gelöst und den 78-Jährigen recht schwer an der linken Hand verletzt. „Die Pistole klemmte und plötzlich hat es gekracht“, erzählte der langjährige und erfahrene Wettkampfleiter dem Kreisboten. Haberthaler wurde umgehend vom Rettungssanitäter ins Brucker Krankenhaus gebracht, wo die Wunde versorgt und genäht wurde. Zur Siegerehrung war der Funktionär schon wieder im Vereinsheim. Insgesamt waren rund 100 Sportlerinnen und Sportler am Start, zwanzig Kinder waren zudem mit Feuereifer bei den 1,4 und 2,0-Kilometer-Läufen bei der Sache – trotz eines beißenden Winds.
Er hatte einen interessanten Wettkampf verpasst: Mit dem 21-jährigen Lukas Kellner (LG Telis Finanz Regensburg) war eine der deutschen Nachwuchshoffnungen im Mittelstreckenbereich an Start gegangen. Der Regensburger übernahm auch sofort die Führung und gab sie bis zum Ziel nicht mehr her; nach 34:29 Minuten kam er am Vereinsheim an. Lokalmatador Karl-Heinz Michalsky (TSV Olching) folgte mit 36:53 Minuten auf Rang zwei. Bronze holte sich der Radsportler Alrik Selle (1.SC Gröbenzell) in 37:19 Minuten. Bei den Damen hatte Viola Biberacher (MRCC München) mit einer Zeit von 43:10 Minuten den besten Tag erwischt. Auf den weiteren Plätzen folgten Claudia Schneider (WSV Olching, 44:32 Minuten) und Barbara Wokök (TriTeam Fürstenfeldbruck, 44:42).
Den Fünf-Kilometer-Wettbewerb absolvierte Rolf Gerlicher (LG Stadtwerke München) in 18:05 Minuten am besten, bei den Frauen hatte Monika Baumgartner (MRRC München) mit 23:22 Minuten die Nase vorn.
Wie kann man die steigende Gewaltbereitschaft in Verbindung mit Alkoholexzessen bei Jugendlichen eindämmen?
Ob Gewaltbereitschaft bei Demonstrationen, Übergriffe im öffentlichen Nahverkehr oder Prügeleien nach Alkoholgenuss: die steigende Gewalt beunruhigt Polizei, Eltern und Erzieher. Am 05.05.2012 gegen 24.00 Uhr gerieten zwei Gruppen Jugendlicher bzw. Heranwachsender nach dem Frühlingsfestbesuch in der direkt angrenzenden Jakob-Groß-Straße tätlich aneinander, wobei ein 16jähriger aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck von einem 19jährigen aus Fürstenfeldbruck im Gesicht verletzt wurde. Beamte der Polizeiinspektion Fürstenfeldbruck sowie des Einsatzzuges Fürstenfeldbruck trennten die Gruppen bevor weitere Eskalationen geschehen konnten und leiteten die Körperverletzungsverfahren ein. Wie erst jetzt im Rahmen einer Zeugenvernehmung bekannt wurde, wartete der 16jährige gegen 0.45 Uhr auf dem Bahnhof Fürstenfeldbruck, als er in der dortigen Unterführung erneut von dem 19jährigen und einem weiteren Täter angegriffen wurde und dabei weitere Verletzungen im Gesicht erlitt. Der weitere Täter ist vermutlich ein 16jähriger aus Fürstenfeldbruck, der ebenfalls in der ersten Schlägerei in der Jakob-Groß-Straße dabei war. Worauf die Motivation für den zweiten Angriff, trotz vorheriger Aufnahme aller Personalien durch die Polizei, zurückzuführen ist, ermittelt nun der Einsatzzug Fürstenfeldbruck: Wegen dem zweiten Angriff wird ein weiteres Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung einlgeleitet. Was können Eltern, Schule und
die Gleichaltigen gegen Gewalt-Exzesse von Jugendlichen unternehmen?