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Eine Institution verabschiedet sich


Nachricht von: Kreisbote
Füssen / Pfronten / Reutte, 11.01.2012 13:00


Gut besucht war der Römerkeller beim Abschiedabend. Fotos: gau
Von OLIVER SOMMER, Füssen – Der Römerkeller gehört zur Schranne in Füssen wie das alte Feuerwehrhaus, die Krone oder das Brauhaus. Mehr als 30 Jahre lang war das Restaurant Stammlokal für Gäste und Einheimische, vor allem die Schindauer. Nun geht die Familie Hilde und Hans Radner in den Ruhestand.
Etwas zu klein für einen Ratskeller sei das Lokal gewesen, das ihr Mann in Eigenarbeit 1979 von einem Waschsalon in ein Restaurant umgebaut hat, erinnert sich Hilde Radner. Und nachdem damals mit Amelio ein waschechter Römer hier arbeitete und er auch die Fresken an der Wand gemalt hatte, stand der Name fest: Römerkeller.
32 Jahre war die Adresse in der Drehergasse 48, gleich am Schrannenplatz, ein beliebter Treffpunkt für die Stammgäste, zunächst natürlich für die Schindauer. So war es konsequent, dass diese um ihren Bürgermeister Sigi Martek vollzählig zum letzten Essen in den Römerkeller gekommen waren. Es sollte kein „Time to say goodbye“ werden, so Hilde Radner, aber ganz still und leise verabschieden, das wollten die treuen Stammgäste auch nicht erlauben. Bis auf den letzten Platz besetzt war dann der Römerkeller, nicht nur aus Füssen waren die Gäste gekommen, um den Radner Servus zu sagen. Mit Hilde und Hans verlässt nun auch der Küchenchef, Sohn Markus, die Schranne.
Viele Erinnerungen
Es beginne nun ein neuer Lebensabschnitt, vor allem der Familie will sich Hilde Radner mehr widmen, nachdem nun auch der zweite Enkel unterwegs ist. Und der Garten soll wieder mehr in den Mittelpunkt rücken, wo bislang die Feiern auf dem Schrannenplatz groß geschrieben wurden. Das größte sei damals das erste Jazzfestival gewesen, so die nun Ex-Chefin. Wobei die Zusammenarbeit mit den anderen am Platz, Krone, Brauhaus und La Perla, die Feste und Gemeinsamkeit gestärkt hätten. Und vielleicht schreibt Hilde Radner ja ein Buch, denn was in drei Jahrzehnten hier passiert sei, das fülle Bücher.


„Leise Servus“ sagen Markus, Hilde und Hans Radner (von links).




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