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Keine leichte Aufgabe – Susanne Roggenhofer will einen Neuanfang für die Volkshochschule


Nachricht von: Kreisbote
Garmisch-Partenkirchen / Murnau, 03.02.2012 12:00


Auf die neue kommisarische Leiterin Susanne Roggenhofer wartet eine große Aufgabe. Foto: Trautmann
Von ILKA TRAUTMANN, GAP – Susanne Roggenhofer heißt die neue kommissarische Leiterin der Garmisch-Partenkirchner Volkshochschule. Zum 1. Januar hat die gebürtige Oberpfälzerin ihre Arbeit in der Burgstraße 21 aufgenommen. Nach der schweren Erkrankung von Manfred Zellner führte zunächst Anja Enseleit die Geschäfte bis zu ihrer Mutterschaftszeit weiter. Dann trat Kreissparkassendirektor Georg Fink als ehrenamtlicher Schatzmeister an ihre Stelle und ist jetzt froh, Susanne Roggenhofer in ihr Amt einführen zu können. An der Universität Regensburg studierte die 34-Jährige Soziologie, Politikwissenschaften und Geschichte, absolvierte während des Studiums Auslandssemester in Frankreich und Neuseeland –„um über den Tellerrand zu blicken“, wie sie betont – und schloss mit dem Magisterexamen ab.
Leitungserfahrungen aus der Erwachsenenbildung bringt die Mutter zweier Kinder bereits mit. Über eine Projektbetreuung im Rahmen des ESF (Europäischer Sozialfond) im Auftrag der „Eckert-Schulen“ für berufliche Aus- und Weiterbildung avancierte sie schnell zur Standortleiterin in Amberg. Fünf Mitarbeiter und bis zu 30 Dozenten gehörten zum Team. „Ich habe dort vor allem Aufbauarbeit geleistet und vieles umstrukturiert“, erzählt sie nicht ohne Stolz. Mit ihrem Mann, einem bodenständigen Handwerker, war sie sich später einig, eine neue berufliche Herausforderung zu suchen. „Eigentlich wollten wir uns in Richtung Berlin orientieren, dann las ich die Stellenausschreibung für die Leitung der Garmisch-Partenkirchner Volkshochschule“, erzählt Roggenhofer. Dem Ort unter der Alpspitze fühlt sie sich seit ihrer Kindheit verbunden, denn hier wuchs ihre Mutter auf, hier machte ihr Vater an der Meisterschule für Schreiner seine Ausbildung und hier lebt die Großmutter. „Außerdem reizte mich schon immer das große Bildungsspektrum, das so nur eine Volkshochschule bieten kann“, erklärt sie weiter. Eigene Ideen und Pläne bringt sie natürlich mit, aber zunächst möchte die engagierte junge Frau das Team kennenlernen, Vertrauen aufbauen. „Das neue Semester ist ja bereits festgeschrieben – Zeit für meine Einarbeitung, um Kooperationen anzubahnen, die Zusammenarbeit mit wichtigen Partnern zu suchen und auch, um Dinge auf den Prüfstand zu stellen“.
Dass sie kein leichtes Aufgabengebiet übernimmt, da die Erwachsenenbildungseinrichtung Garmisch-Partenkirchen tief in den roten Zahlen steckt, ist ihr bewusst. „Ich bin guter Dinge, es zu schaffen“, meint sie optimistisch.
Starken Rückenhalt bekommt sie in ihrer Familie. Zurzeit noch auf Wohnungssuche, freuen sich nicht nur ihr Mann sondern auch die Kinder Marie (16 Jahre), Nils (12) und natürlich auch Mischlingshund Olsen schon auf das Werdenfelser Land.

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