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Niederlage gegen den Spitzenreiter – Der SC Riessersee konnte seine Chancen einfach nicht verwerten


Nachricht von: Kreisbote
Garmisch-Partenkirchen / Murnau, 18.01.2012 17:00


Cody Thornton knallte den Puck auch zum 4: 0 in die Maschen. Foto: Thomas Sehr
Von TITUS FISCHER, GAP – Auch im zweiten Derby des Wochenendes nach dem Spiel in Rosenheim (siehe Bericht oben) blieb der SC Riessersee ohne Punkte. Gegen den Tabellenführer Landshut Cannibals unterlagen die Werdenfelser mit 0:5. Damit setzte sich auch im dritten Duell der beiden Mannschaften immer das Auswärtsteam durch.
Beide Trainer konnten im Derby auf alle Spieler zurückgreifen. Während die Niederbayern mit vier Reihen agierten, starteten die Weiß-Blauen nur mir drei. „Ich wollte dadurch das Tempo hoch halten“, begründete SCR-Coach Zdenek Travnicek seine Entscheidung. Nachdem die Abtastphase vorbei war, konnte Harti Wild gegen Martin Davidek und Max Brandl klären. Auf der anderen Seite scheiterten Lubor Dibelka und David Appel an Sebastian Vogl. Den ersten Treffer schossen dann die Landshuter: Jaroslav Kracik spielte die Scheibe scharf in Richtung Tor, wo sie der junge Slowake Andrej Bires und noch abfälschte.
Nur 53 Sekunden später klingelte es erneut im Kasten der Garmisch-Partenkirchner: Nach Pass von Andi Geipel aus dem eigenen Drittel steuerte Elia Ostwald völlig alleingelassen auf das weiß-blauen Tor zu und ließ Wild mit einem platzierten Schlenzer in den Winkel keine Abwehrchance. Kurze Zeit später hatte Appel den Anschlusstreffer auf dem Schläger, doch er vergab aus aussichtsreicher Position. Besser machte es der Tabellenführer. Als Christian Völk in einem sehr fairen Derby die erste Strafzeit kassiert hatte, knallte Cody Thornton den Puck von der blauen Linie in die Maschen.
Mit dem 0:3-Rückstand wurden auch das erste Mal die Seiten gewechselt. Nach Wiederbeginn merkte man den SCR-Spielern an, dass sie unbedingt das Tor wollen. Nach wenigen Sekunden scheiterte Dibelka. Landshut beschränkte sich nun aufs Konterspiel. Maximilian Kastner hatte in der 25. Minute nach einem Foulspiel die Chance mit einem Penalty seine Farben zurück ins Spiel zu bringen, doch der Youngster schoss den Strafschuss neben den Kasten. Auf der anderen Seite präsentierte sich der Tabellenführer eiskalt. Cody Thornton konnte aus kurzer Distanz zum 4:0 in der 32. Minute vollstrecken, als ihn Martin Davidek mustergültig bedient hatte. Marcus Weber der vor Andreas Feuerecker im dritten Verteidigungsblock den Vorzug bekommen hatte, versuche es am Ende des Mittelabschnitts, doch sein Schuss wurde von Vogl gehalten. Im Schussabschnitt brachte Travnicek Daniel Huber für Harti Wild. Gerade als Benjamin Barz seine Strafzeit abgesessen hatte und zurück aufs Eis kam, bediente servierte Kracik mustergültig von hinter dem Tor für Landsmann Davidek, der auf 5:0 stellte.
„Huber hat seine Sache gut gemacht, beim Gegentor war er ohne Chance“, so die Einschätzung des Trainers. Huber war nach der Begegnung gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven, als er auch zum letzten Drittel eingewechselt wurde, zum zweiten Mal zu Hause zum Einsatz gekommen. In der Folgezeit plätscherte das Spiel vor sich hin. Einziger Höhepunkt war die Rauferei zwischen Tobias Biersack und Max Brandl, die der Riesserseer klar für sich entscheiden konnte. Beide mussten für zwei plus zwei Minuten auf die Strafbank.
„Landshut ist im ersten Drittel sehr gut in der Defensive gestanden“, sagte Travnicek nach der Begegnung. „Wir hatten im zweiten Drittel laut unserer Statistik 14:5-Torschüsse aber haben nichts reingebracht.“ Sein Kollege Jiri Ehrenberger meinte: „Die Entscheidung ist bereits im ersten Drittel gefallen, als wir drei Tore erzielen konnten. Im zweiten Drittel hatten die Riesserseer gute Chancen gehabt, aber Sebastian Vogl hat sehr gut gehalten.“
Somit blieb erstmals in der laufenden Saison auch der überragende erste SCR-Block mit Lubor Dibelka, Greg Collins und David Appel an einem Wochenende ohne Punkte.
Trotz der Niederlage gegen Landshut haben die Werdenfelser nach wie vor eine positive Bilanz in den bayerischen Derbys vorzuweisen. Fünf Siegen stehen vier Niederlagen gegenüber.

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