www.merkur-online.de

Nachrichten
Kempten / Isny / Westallgäu

Zurück zur Übersicht Artikel kommentieren

Ein weiterer Schritt nach vorne


Nachricht von: Kreisbote
Kempten / Isny / Westallgäu, 01.02.2012 16:00


Prof. Dr.-Ing. Helmuth Briechle (v.l.), Leiter des IABF, Ludwig Karg, B.A.U.M. Consult, und Prof. Dr.-Ing. Andreas Rupp, Vizepräsident für Forschung und Entwicklung, wollen das Allgäu auch im Bereich Forschung voranbringen. Fotos: Tröger
Von CHRISTINE TRÖGER,
Kempten – Die Einweihung des Technologie Netzwerks Allgäu (TNA) und des Instituts für angewandte Batterieforschung (IABF) vergangene Woche nannte Prof. Robert F. Schmidt, Präsident der Hochschule, eine „echte Premiere“. Außerdem hinaus spiegle sie die Entwicklung von der einstigen Fachhochschule als höhere Lehranstalt hin zur Hochschule mit regem Forschungsbetrieb wieder.
Das TNA versteht sich als Verbund von neuen Technologiezentren der Hochschule an drei unterschiedlichen Standorten mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten: In Kempten liegt der Fokus auf Elektromobilität; in Kaufbeuren auf der kontaktlosen Daten- und Leistungsübertragung; in Memmingen auf der Leistungselektronik erneuerbarer Energien. Den Schwerpunkt Elektromobilität in Kempten sah Schmidt als eines der weiterführenden Projekte nach der „eE-Tour – effiziente Elektromobilität & Tourismus“ – ein Gemeinschaftsprojekt mit der Allgäuer Überlandwerke GmbH (AÜW), das im letzten September ausgelaufen sei. Er nannte drei Finanzierungs-Säulen für das TNA: Fördergelder für fünf Jahre in Höhe von insgesamt sieben Millionen Euro, die beteiligten Kommunen stellen die Räumlichkeiten kostenfrei zur Verfügung und schließlich Einnahmen von „Aufträgen, die wir von den Unternehmen erwarten“. Durch das TNA soll die heimische Wirtschaft mit gezielt ausgebildeten Nachwuchskräften versorgt werden und den Firmen ein passender Partner für Gemeinschaftsforschung in unmittelbarer Nachbarschaft zur Verfügung stehen. Das bereits am 1. Mai gegründete IABF widmet sich der anwendungsorientierten Erforschung des Betriebsverhaltens von großen Batterien.
Lag die Konzentration bislang auf der Speicherung von Energie für Elektrofahrzeuge, sollen künftig ebenso Speichermöglichkeiten für den Einsatz in Energieversorgungsnetzen erforscht werden. Wie Prof. Dr.-Ing. Helmuth Briechle, Leiter des IABF, meinte, sei es nicht das ursprüngliche Ziel gewesen, „Batterieexperte zu werden“, aber aus der Elektromobilität hätten sich andere Gebiete entwickelt.
Großer Bedarf
Zusammen mit Prof. Dr.-Ing. Andreas Rupp, Vizepräsident für Forschung und Entwicklung, und Ludwig Karg von B.A.U.M. Consult, erläuterte er die „Herausforderung“ auch Speichermöglichkeiten für den Netz-Strom zu entwickeln. Allein wegen der schwankenden Netzeinspeisungen aus erneuerbaren Energiequellen ergebe sich hier Bedarf. Auf rund 600 000 Euro, bezifferte Schmidt die durch Fördergelder und Sponsoring finanzierte Batterie, die dem IABF dafür in Kürze zur Verfügung stehen werde und „die es unseres Wissens in dieser Größenordnung sonst nicht gibt“.
Wie die Stadtoberhäupter der beteiligten Städte, Kemptens OB Dr. Ulrich Netzer, Memmingens OB Dr. Ivo Holzinger und Kaufbeuerns OB Stefan Bosse, bekundeten, wolle man dafür sorgen, dass das Projekt nach Ablauf der Förderung „auf eigenen Beinen stehen wird“.


Robert F. Schmidt, Präsident der Hochschule, freut sich zur Eröffnung des TNA sowie des IABF über das rege Interesse.




Ihre Kommentare


Jetzt eigenen Kommentar schreiben!

Ihr Kommentar:




Kleinanzeigen aufgeben
Kreisbote online lesen

23.05.2012

19.05.2012

16.05.2012

12.05.2012
Gästepanorama online lesen

12.05.2012

21.04.2012


Bildergalerien
Bierduschen und grenzenloser Jubel
»Eine ganze Batterie Schutzengel«
Ausgedünnter Kalender

Wenn der Minister mit dem Bagger....
Verzicht ohne zu verzichten
»Weltweit die Einzige dieser Art«
Top-Nachrichten
Nachrichten in Ihrer Umgebung
LocalXXL Nachrichten
Meistkommentierte Artikel