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»Das wäre wünschenswert«


Nachricht von: Kreisbote
Kempten / Isny / Westallgäu, 01.02.2012 10:30

Von MATTHIAS MATZ,
Kempten – Die Stadtverwaltung und die Heimleiterin der Seniorenbetreuung Altstadt (SBA) stehen offenbar kurz vor der gütlichen Trennung: „Wir sind guter Hoffnung”, sagte Wolfgang Klaus, Leiter des Referats III am Montagvormittag gegenüber dem KREISBOTEN. Die Stadtverwaltung habe dem Anwalt der Frau ein entsprechendes Angebot unterbreitet. Mit einer Antwort rechnet Klaus rechnet daher bis Ende dieser Woche.
Wie mehrfach berichtet, hatte die Stadtverwaltung die Leiterin der SBA im November suspendiert, da die Stimmung der Mitarbeiter in dem Seniorenheim immer schlechter geworden war. Schuld daran ist ein seit längerem schwelender Streit zwischen Heimleitung und Personalrat, der zu einer Spaltung der Belegschaft geführt hat. Die Heimleiterin war nach ihrer Suspendierung vor Gericht gezogen und hatte Recht bekommen. Seit vorvergangenen Freitag verrichtet sie daher wieder wie gehabt ihren Dienst als Leiterin der Senioreneinrichtung.
Angebot steht
Doch damit könnte nun bald endgültig Schluss sein: Da die Verwaltung weiterhin auf die Trennung besteht, hat sie der Frau bzw. deren Anwalt in der vergangenen Woche einen neuerlichen Vorschlag zur gütlichen Trennung unterbreitet. „Das Angebot ist gemacht”, erklärte Wolfgang Klaus am Montag auf Anfrage. „Ich habe ein gutes Gefühl, dass wir uns einigen können.” Mit einer Antwort rechne er bis zum Ende dieser Woche.
Kein Sündenbock
Dass man sich trennen wolle, bedeute allerdings nicht, dass man der Frau die alleinige Schuld an den Vorfällen in der SBA gebe, betonte der Stadtdirektor am Montag mehrmals. Vielmehr sehe er auch den Personalrat und dessen Vorsitzende in der Mitverantwortung. Gegen die Mitarbeitervertretung und ihe Vorsitzende läuft wie bereits berichtet vor dem Verwaltungsgericht München ein von über der Hälfte der Mitarbeiter initiiertes Abwahl-Verfahren. „Jede Seite hat einen Beitrag zur Spaltung des Personals geleistet”, erläuterte Klaus. Unter diesen Umständen könne es eigentlich keine konstruktive oder vertrauensvolle Zusammenarbeit in der SBA mehr geben – genau die sei aber das Ziel von Verwaltung und Stiftung. „Wenn ein Rücktritt des Personalrats den Weg dahin ebenen würde, wäre das wünschenswert”, betonte er.
Die Vorsitzende des Personalrats war am Montag trotz mehrfacher Anfrage durch den KREISBOTEN für eine Stellungnahme zu den Vorgängen erneut nicht erreichbar.

Ihre Kommentare

01.02.2012 16:06, Kempten, A. Bauer (nicht geprüft)
Da eine konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit in der SBA nur noch durch die Suspendierung einiger Mitarbeiter erreicht werden will, finde ich dass es in der Tat sehr wünschenswert wäre, wenn dem Abwahl-Verfahren der Mitarbeiter (es handelt sich dabei um mehr als die Hälfte!) stattgegeben wird und es damit zu einem Rücktritt des Personalrates kommt.
Da das Problem offensichtlich auf keine andere Weise gelöst werden will, wäre das meiner Meinung nach, sowie nach dem Prinzip der Gleichberechtigung, eine faire und für mehr als die Hälfte der Mitarbeiter erfreuliche Entscheidung.

01.02.2012 16:46, Betzigau, F. Adler (nicht geprüft)
Die einzige Frage, die ich mir beim Lesen dieses Artikels stelle, ist warum eine seit längerer Zeit andauernde Verhandlung über eine gütliche Trennung, die bis jetzt noch zu keinem Ergebnis geführt hat, nun VOR der eigentlichen Einigung öffentlich bekannt gegeben wird?

Mir scheint es, als wenn sich die Stadtverwaltung ihrer Sache, in Anbetracht dieses Artikels, sehr sicher wäre und durch das Publizieren des Artikels eine Zustimmung der Heimleitung bzgl. der gütlichen Trennung, heraufbeschwören möchte!

01.02.2012 20:04, Kempten, Anonym (nicht geprüft)
Ich bin eine Mitarbeiterin der SBA und möchte hierzu etwas sagen.

Es hat sich nie um einen "längeren" Streit zwischen Heimleitung und Personalrat gehandelt. Die Heimleitung ist schon seit geraumer Zeit bei der SBA tätig und es hat nie irgendwelche Probleme gegeben, auch nicht mit dem Personalrat.
Am 31.07.2011 wurde ein neuer Personalrat gewählt und erst mit diesem neuen Personalrat entstanden die ersten Probleme.

Ich denke, das ist ein wichtiger Punkt, der bei der Gesamtbetrachtung der Situation miteinbezogen werden sollte.

03.02.2012 08:18, Kempten, B. Ehrlich (nicht geprüft)
Sehr geehrter Herr Matz,
bereits seit mehreren Tagen verfolge ich Ihre Artikel und Kommentare bezüglich der Situation in der SBA. Die Einrichtung sowie die Heimleitung sind mir auch bekannt. Beim Durchlesen Ihrer Artikel habe ich immer wieder den Eindruck, dass Sie die Vorgänge ziemlich einseitig beschreiben und eindeutig Partei für die Heimleitung und deren Fraktion ergreifen. Wo bleibt denn die Beleuchtung der Position der anderen Partei? Ich sehe die von Ihnen beschriebene Situation etwas anders: da die Stadtverwaltung nachdrücklich auf der Entlassung der Heimleiterin besteht, auch wenn man dieses taktvoll "eine gütliche Einigung" nennt, ist es wohl offensichtlich, dass die Heimleiterin an dem entstandenen Konflikt mit dem Personalrat nicht schuldlos ist.
Ende Dezember 2011 kündigte auch die kommissarische PDL, welche der Heimleiterin sehr nahe stand plötzlich unerwartet ihren Posten.
Was hat denn letzendlich zu den massiven Problemen in der SBA geführt? Warum werden immer wieder nur Vermutungen und neue Spekulationen verbreitet? Worin bestehen denn die "schweren Verfehlungen der gesetzlichen Vorschriften des Personalrates" - wie in Ihrem Artikel vom 14.01.2012 erwähnt?
Auffallend ist die Tatsache, dass Sie über sehr detaillierte Informationen über die Vorgänge in der SBA verfügen. So gut über den Stand der Dinge können eigentilich nur die Mitarbeiter des Einrichtung informiert sein. Wenn jemand solche Informationen, laut Ihnen handelt es sich dabei um mehrere Personen, weitergibt, verletzt er doch eindeutig die Schweigpflicht. Wie bewertet dies eigentlich die Stadtverwaltung als Arbeitgeber?
Im übrigen kann man nur anmerken, dass im Zeitraum der Abwesenheit der "alten Heimleiterin" sich die Atmosphäre in der Einrichtung in jeder Hinsicht positiv entspannt hatte. Durch ihre Rückkehr wurden die alten Konflikte wieder entfacht, was sich sicherlich sehr belastend auf die Situation auswirkt.
Glücklicherweise scheint es dem momentanen Geschäftsleiter der Einrichtug trotz massiver Schwierigkeiten gelungen zu sein eine positive Grundstimmung wieder herzustellen.
Laut Ihrer Information wurde der suspendierten und wieder auf ihren Posten zurückgekehrten Heimleiterin ein Angebot von der Stadtverwaltung unterbreitet. Gehört Ihr Artikel etwa um einen Teil des unterbreiteten Angebots der "gütlichen Einigung" in dem man versucht die Heimleiterin reinzuwaschen und als Unschuldslamm darzustellen?


03.02.2012 10:38, Kempten, D. Binder (nicht geprüft)
"So gut über den Stand der Dinge können eigentlich nur die Mitarbeiter der Einrichtung informiert sein. Wenn jemand solche Informationen, laut Ihnen handelt es sich dabei um mehrere Personen, weitergibt, verletzt er doch eindeutig die Schweigepflicht."

Ich finde diesen Kommentar sehr interessant, da er auch sehr gut über den Stand der Dinge insbesondere die Atmospähre, die man meiner Ansicht nach nur als Mitarbeiter erlebt, informiert.
Anscheinend sind von dieser "Schweigepflicht" nicht alle betroffen.


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