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37 Schilder wider den Stau


Nachricht von: Kreisbote
Landsberg, 07.02.2012 12:00


Das Schulbuskonzept während der Umbauphase 1: Zwei Busse (gelbe Linie) wenden auf dem Hauptplatz, 18 weitere (grün) fahren durch den Hinteranger. Grafiken: Stadt LL
Von TONI SCHWAIGER,
Landsberg – Mit weiteren Details zum Hauptplatzumbau hat sich der gleichnamige Arbeitskreis des Stadtrates in der vergangenen Woche in nichtöffentlicher Sitzung beschäftigt. Dabei wurde einmal mehr deutlich, dass während der beiden Bauphasen erhebliche Verkehrsprobleme zu bewältigen sein werden – ein organisatorischer Kraftakt. Die Umleitung des motorisierten und des Busverkehrs standen im Mittelpunkt der jüngsten Ratsinformation, bei der Tiefbauchef Hans Huttenloher auch auf das Beleuchtungskonzept für Landsbergs gute Stube einging.
Neben der völligen Umgestaltung der Hauptplatzoberfläche stehen, wie mehrfach berichtet, auch umfangreiche Sanierungen der Kanal- und Trinkwasserleitungen an. Damit einher gehen Komplettsperrungen für den motorisierten Durchgangsverkehr. Voraussichtlich, sofern das Wetter mitspielt, ist das zwischen dem 19. und 26. März für die Bauphase 1 der Fall. Von der Karolinenbrücke bis zur Einfahrt in die Salzgasse geht dann für Monate nichts mehr.
Das bringt natürlich entscheidende Auswirkungen auf den inner- und überörtlichen Verkehr mit sich. Rechtzeitig und großflächig wolle man auf die möglichen Umfahrungen – A96 sowie über Kaufering – hinweisen, an insgesamt 37 Standorten rund um das Stadtgebiet seien die großen Umleitungsschilder vorgesehen. Darauf würden nicht alle möglichen Achsen erwähnt, räumt Referatsleiter Huttenloher ein. Weil etwa in dem mit 8200 Fahrzeugen pro Tag ohnehin schon stark belasteten Hinteranger zusätzlicher Verkehr schnell zum Kollaps führen könne, werde es den Hinweis auf die Ost-West-Achse Neue Bergstraße-Schlossergasse-Hinteranger einfach nicht geben. Ähnlich soll’s beim Weg zur Altstadt sein. Huttenloher: „Zur Vermeidung unnötigen Parksuchverkehrs sowie zur Entlastung des Knotenpunktes Von-Kühlmann-/Augs­- burger Straße weisen wir auf die Zufahrtsmöglichkeit über Katharinen- und Neue Bergstraße nicht hin.“ Nur über B17alt, Augsburger Straße und Sandauer Brücke werde der Verkehr in die Altstadt geführt. Das gesamte Beschilderungskonzept sei durch Autobahndirektion, Staatliches Bauamt, Polizei, Landrats- und Ordnungsamt geprüft und freigegeben worden betont Hutten­loher. Mit Blick auf die Parknot verspricht er: „Während der Bauzeit wird die Waitzinger Wiese komplett, also inklusive Festwiese, als Parkplatz geöffnet werden.“ Die Fußwegbeschilderung zur Altstadt solle zeitnah entwickelt werden.
Das Schulbusproblem scheint zumindest für die beiden Bauphasen gelöst. Jene Linien, die frühmorgens beide Gymnasien bedienen, halten fortan nicht mehr am Hauptplatz, sondern an der Haltestelle Hinteranger. Dies seien immerhin 20 an der Zahl. Eine Schülersicherung sei dort aus Sicht des Landkreises nicht erforderlich. Die verbleibenden zwei Busse nur fürs Ignaz-Kögler-Gymnasium können weiterhin vor der Marienapotheke halten, wenden dann auf dem Hauptplatz und fahren in Richtung Osten zurück.
Vom Umbau nicht betroffen sind die Stadtbuslinien 2 und 5. Linie 1 Landsberg Ost hingegen verkehrt vom Bahnhof über Von-Kühlmann-Straße, Vorder­anger, Ludwigstraße, Hauptplatz und Neue Bergstraße so­wie analog in Gegenrichtung. Zusätzliche Haltestellen werden am Stadttheater und an der evangelischen Kirche eingerichtet. Die Linie 3 Schwaighofsiedlung werde die Altstadt nicht mehr bedienen; wer dorthin wolle, müsse in der Von-Kühlmann-Straße aussteigen.
Ausdrücklich sei im Arbeitskreis Hauptplatz darauf hingewiesen worden, dass die Funk­tion von Stadtbus und Schülerbeförderung maßgeblich vom Verhalten der übrigen Verkehrsteilnehmer abhängig sei. Huttenloher kündigt an: „Sollte die Durchfahrt von Ost nach West überwiegend über die Altstadt und nicht über die A96 erfolgen, sind nicht unerhebliche Stauungen im Bereich zwischen der Neuen Bergstraße und der Sandauer Brücke die Folge.“ Dann könne der 30-Minuten-Takt der Stadtbuslinie 1 wohl nicht mehr gehalten werden. Und beim Schülerverkehr könnten die Verzögerungen dazu führen, dass die Schüler insbesondere morgens nicht mehr rechtzeitig zu Schulbeginn im Klassenzimmer einträfen.

Neues Licht für den neuen Hauptplatz
Nach den Vorgaben der Norm EN 13201 wird die Lichtplanung der neuen Hauptplatzbeleuchtung durchgeführt. Da­nach werden Plätze und Fußgängerzonen, auf denen die Hauptnutzer in Schrittgeschwindigkeit unterwegs sind, anders behandelt als zum Beispiel eine Durchfahrtsstraße – das Beleuchtungsniveau kann geringer sein. Aber: In allen Bereichen der Fahrbahn muss die Beleuchtung so hell sein, dass der querende Fußgänger auch bei Nacht rechtzeitig erkannt wird. Laut Huttenloher sind nach dieser Norm im Moment nur die beiden Zebrastreifen auf dem Hauptplatz ausgeleuchtet.
Das neue Konzept sieht eine Beleuchtung der Fahrbahn nur über Wand- und Seilspannleuchten vor. Der große Fassadenabstand im nördlichen Be­reich der Kurve mache zusätzliche Strahler an den Dachtraufen erforderlich. Ein LED-Band vom Schmalzturm bis zur Bushaltestelle Westseite, also etwa Platzmitte, sei als optische Begrenzung des Kurvenaußenrandes vorgesehen, so der Referatsleiter. Als „Lichtfarbe“ habe man, wie bereits für die übrige Beleuchtung, ein „warmes-weißes Licht“ gewählt. Der Marienbrunnen – Figur und Wasserspeier – wird nur noch durch Unterwasserstrahler beleuchtet. Auf eine zusätzliche Effektbeleuchtung von Außen werde verzichtet.
Demnächst möchte die Verwaltung betroffene Hauseigentümer bezüglich der Leuchten­montage befragen.


Im Detail der Wendebereich für die Schulbusse, der demnächst eingerichtet wird.



Die geplante Linienführung für die Stadtbuslinien 1 und 3.



Das neue Konzept zur Beleuchtung des Hauptplatzes schlägt vor, Straßenbeleuchtung (1) über der Fahrbahn sowie zusätzliche Wandleuchten (2) zur Aufhellung des Bürgersteiges anzubringen.



Die Umleitungsbeschilderung zum Hauptplatzumbau am Kreisverkehr in Erpfting.


Ihre Kommentare

07.02.2012 15:43, Eltville, Johannisbrunnen (nicht geprüft)
Zum Thema "Stau" und vor allem "Stau-Vermeidung" habe ich einen Vorschlag: Auch ich fahre seit Jahren morgens und abends zur Arbeit und stehe regelmäßig im Stau. Um Umwelt, Nerven und Geldbeutel zu schonen, habe ich ein für die Nutzer kostenfreies und ohne Hintergedanken erstelltes Pendlerportal entwickelt. www.wir-pendeln-zusammen.com hat bereits auch schon Parter gefunden. Die Nassauische Sparkasse, Radio Regenbogen und die Rheingauer-Weinfreunde.de bewerben das Portal aus Überzeugung. Es ist aber schwerer als gedacht, die MitbürgerINNEN zu einem gemeinsamen Pendeln zu bewegen. Alle PendlerINNEN sind natürlich eingeladen mitzumachen. und es weiterzusagen



--

12.02.2012 22:35, Landsberg, Andreas Guldner (nicht geprüft)
37 schilder.
Fein, glauben wir mal daran dass all die Personen welche nicht neu hier sind die bisherigen Wege vergessen und nur den Schildern folgen.
Dafür dass teile der Stadt ihren zugang verlieren, speziell die bereiche der linie 3, bekommen sie ja die zugeleiteten fahrzeuge zu sehen auf ihren weg zum waitzinger-Großparkplatz. Dürfen dann gemeinsam mit diesen zu Fuß in die Stadt, sicher über den Steg der vorhanden, aber doch ach so zu klein für die schüler sein sollte. Nur jetzt ist es kein problem mehr, denn die Schüler landen im hinteranger und marschieren quer durch die Stadt, völlig gefahrlos.
Mit 20 bussen sollte der hinteranger dann auch eine Zeit lang gut gefüllt sein.
Irgendwie hat man hier die Rückreise vergessen.
Über den 2ten steg wirds ja nichts werden da der niemals fertig wäre und auch für die Groparkplatzbenutzer völlig falsch platziert wäre.
Hat man auch die Regionalbusse eingestellt? Den Fahrkartenverkauf vom Schalter am Bahnhof hats ja schon an den Hauptplatz verschlagen, damit weg vom ZOB und rein in die Baustelle. Also besteht die verkehrsleitung während der ersten phase aus "bitte fahren sie über kaufering" und " bitte gehen sie jetzt zu fuß in die stadt anstatt faul im Stadtbus zu sitzen" .
Wenn nicht, dann sind die verkehrsteilnehmer schuld, wenn die busse steckenbleiben...
Ich denke es ist eigentlich nur logisch, zuerst umfahrungen und umsteigepunkte zu erstellen und dann umzubauen. Dank unserer Stadtführung dürfen wir Landsberger und unsere Gäste aus dem Umland mitsamt aller besucher von weiterher uns an einem beispiel wie man es nicht machen sollte erfreuen. Nochmals vielen Dank, dass menschen aus dem norden der Stadt jetzt zu fuß gehen dürfen, auch ist es eine wahre freude wenn rundum die Stadt herumgefahren wird um dann über unübersichtliche kreuzungen das Grau der "festwiese" mit farbsprenkeln ( autos ) verbessern zu dürfen. Danke.



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