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»Es gibt noch so viel zu tun«


Nachricht von: Kreisbote
Starnberg, 05.12.2011 19:00


Seit Juni vergangenen Jahres erzeugt eine Solaranlage auf dem Dach des Inninger Rathauses Strom durch Sonnenenergie. Foto: Polster
Von POLLY POLSTER, Inning – Ein Zeichen setzen will eine Gruppe Inninger Bürger und auf die vielen positiven Maßnahmen, unter anderem durch ehrenamtliches Engagement, aufmerksam machen. „Es wäre
schade, wenn sich Bürgerbeteiligung nur in Kritik, Nörgeln und Besserwisserei erschöpft und Engagement nur gezeigt wird, wenn man persönlich betroffen ist“, sagt Mitstreiter Walter Bube.

„Maßgeblicher Anstifter ist Bürgermeister Werner Röslmair“, betont Walter Bube. Er hatte unter dem Motto „Inning – ein Dorf im Wandel“ zu einem Info-Gespräch ins Cafe Huttner eingeladen. Zu der Aktionsgruppe, die den Rathauschef in seinen Bemühungen, Inning attraktiver zu machen, gehören außer Bube noch Thomas Dahmen, Edwin Hoffmann, Johann Ritzer, Werner Huttner und Harald Trepte. „Leider sind es immer die gleichen, die mit anpacken und etwas auf die Beine stellen. Die anderen kommen dann erst raus, wenn was getan ist und meckern rum“, bedauert Ritzer. „Ja, es ist viel leichter, die Mensch zu motivieren, gegen etwas zu sein, als sie zu motivieren, bei einem positiven Projekt mitzumachen“, ergänzt Dahmen. Dennoch will man die Hoffnung nicht aufgeben und durch positive Beispiele voran gehen. Huttner, Tourismus-Referent der Gemeinde, stellte unter anderem ein neues Plakat vor, das demnächst auf sieben Schautafeln einen gut lesbaren Stadtplan und eine Übersicht über die Inninger Gastronomie und die diversen Übernachtungsmöglichkeiten gibt. Außerdem soll ein neuer Flyer erscheinen, der Wanderwege und die drei Nordic-Walking-Touren beinhaltet.
Der Renaturierung des Inninger Bachs hat sich Harald Trepte angenommen. „Auch diese aufwändige Arbeit geschieht in der Freizeit und ehrenamtlich“, erklärt Bube. Ein wichtiges Thema sei außerdem die Energiewende. Dazu hat sich in Inning das Team Energiewende Inning (TEWI) gegründet. In Zusammenarbeit mit den Ammerseer Wasser- und Abwasserbetrieben sei bereits die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Mehrzweckhalle umgesetzt worden. Auch auf dem Rathausdach erzeugt seit Juni 2010 eine Solaranlage Strom durch Sonnenenergie. Ärgerlich und nicht nachvollziehbar sei der Protest der „Bürgerinitiative für Innings Zukunft“, die seit geraumer Zeit gegen die lange geforderte Umgehungsstraße vorgeht. Ohne diese Entlastung des Inninger Ortskerns aber sei eine sinnvolle Gestaltung des Ortes nicht möglich, so Ritzer. Da zudem die staatlichen Mittel für den Bau der Trasse erst in ferner Zukunft fließen werden, hat sich der Gemeinderat im Juli dieses Jahres entschieden, auf eigene Kosten eine Entlastungsstraße zu bauen. „Dieser Beschluss wird derzeit Schritt für Schritt umgesetzt“, erklärt Bube. Saniert wurde außerdem der Kirchenaufgang zu St. Baptist, so dass der Friedhof jetzt auch für behinderte Menschen erreichbar ist.
„Es gibt noch so viel zu tun, und es macht Spaß, sich für die Gemeinschaft zu engagieren“, betont Bube. „Wir treffen uns alle vier Wochen hier im Cafe. Wer Lust hat, mitzumachen, kann sich bei Werner Huttner nach unserem nächsten Termin informieren.“

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