2013 wohnten in der Kreisstadt acht Einwohner, die hundert Jahre und älter sind und im Landkreis rund 60 über 100-jährige 

Zahl der Hundertjährigen steigt auch in Stadt und Landkreis FFB – Der älteste Bürger ist 107 Jahre   

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(Von li): Die beiden Freundinnen Therese Weissenborn und Anna Leitmeier leben im Theresianum in der Kirchstraße 27 in Fürstenfeldbruck. Sie haben ihren 100. Geburtstag noch vor sich.

Fürstenfeldbruck –  Update: In Deutschland gibt es immer mehr Hundertjährige.  Allein die Statistik des Einwohnermeldeamtes der Stadt Fürstenfeldbruck erfasst zum 30. 12. 2013 acht Einwohner, die 100 Jahre und älter sind. Der älteste Bürger der Stadt ist 104 Jahre alt, der älteste Bürger im Landkreis FFB (Germering) sogar 107 Jahre alt.  Wie die Kommunalaufsicht des Landratsamtes Fürstenfeldbruck mitteilte, lebten zum 31. 12. 2013 rund 60 Menschen im Alter von 100 Jahren und älter im Landkreis Fürstenfeldbruck. 

 Im Jahr 2013 waren  dreimal so viele Hundertjährige in Deutschland registriert wie noch vor 12 Jahren. Auch sind sie heute geistig und körperlich fitter als Hundertjährige vor wenigen Jahren. Das geht aus einer von der Universität Heidelberg veröffentlichten Studie hervor, die im Juli 2013 veröffentlicht wurde. Dass der demographische Wandel schneller voranschreitet als vermutet, zeigt sich auch im Stadtgebiet Fürstenfeldbruck, wo eine große Zahl an hochbetagten Menschen lebt:

 

Laut einer Statistik des Einwohnermeldeamtes Fürstenfeldbruck zum 30.12.2013, ist der älteste noch lebende Brucker 104 Jahre alt. Insgesamt leben im Stadtgebiet acht Einwohner, die in den Jahren von 1910 bis 1914 geboren sind. Im gesamten Landkreis Fürstenfeldbruck waren es zum 31.12.13 sogar 62 Menschen, die hundert Jahre oder älter sind, wie die Kommunalaufsicht des Landratsamtes mitteilte. Die älteste Person im Landkreis lebt demnach in Germering und ist im Jahr 1907 geboren. Insgesamt sind in Germering 15 Hochbetagte, die hundert oder älter sind, zu verzeichnen. An zweiter Stelle steht Gröbenzell mit 13 Hochbetagten, gefolgt von Fürstenfeldbruck mit acht. In Olching wohnen sieben Hundertjährige und älter, ebenso in Eichenau. In den anderen Gemeinden des Landkreises leben vereinzelt Menschen in dieser Altersgruppe.

Auch Therese Weissenborn und Anna Leitmeier, die seit kurzem im Alten- und Pflegeheim Theresianum in Fürstenfeldbruck wohnen, feiern bald ihren 100. Geburtstag: Therese ist 1915 geboren und Anna im Jahr 1917 - beide haben sich im Theresianum kennengelernt und sind gute Freundinnen geworden. Langweilig ist ihnen selten, denn sie treffen sich regelmäßig: "Wir gehen gerne im Garten spazieren und sehen uns das Hochbeet an", schwärmt Gartenliebhaberin Therese. Außerdem nehmen sie alles mit, was es an Freizeitangeboten im Heim gibt. "Oft spielen wir Gesellschaftsspiele oder ratschen einfach nur", sagt Therese. Dr. med. Holger-Schmidt Endres aus Gröbenzell, Mediziner und früher als Psychiater und Psychotherapeut tätig, weiß aus der Gerontopsychiatrie (Fachgebiet der Psychiatrie, das sich mit älteren Menschen und deren psychischen Erkrankungen beschäftigt), dass soziale Kontakte auch bei alten Menschen sehr wichtig sein können. "Es gibt Menschen, die brauchen das wie Sand am Meer, andere wollen lieber allein sein. Erforderlich ist auf jeden Fall die Hilfe zur Selbsthilfe, d.h. ältere Menschen, die Gesellschaft brauchen, sollen die Möglichkeiten haben, soziale Kontakte zu schließen", erklärt er. So wie Anna und Therese, die sich sehr gut verstehen und viele Aktivitäten gemeinsam unternehmen. Zweimal pro Woche besuchen die Damen den Sturzpräventionskurs bei Hilde. Mit Gewichten an Armen und Beinen werden Koordination, Gleichgewicht und Beweglichkeit geschult. Außerdem nehmen beide am Rhythmikkurs teil und ab und zu wird gekegelt - aber das geht nicht mehr so gut, finden die Freundinnen.

"Die Menschen heute sind gesünder als früher. Ein 50jähriger ist so fit wie früher ein 30jähriger", erzählt Dr. med. Holger Schmidt-Endres. "Heute haben die Menschen ausgewogenere Lebensmittel zur Verfügung, eine bessere Trinkwasserversorgung und es sind auch die technischen Fortschritte zu berücksichtigen. Alle diese Faktoren tragen dazu bei, dass die Menschen gesünder sind. Außerdem treten viele Krankheiten, die wir heute haben, nur deswegen auf, weil die Menschen älter werden. Früher haben die Menschen Krankheiten wie Krebs oder Demenz gar nicht erst bekommen", fügt er hinzu.

Und wie bleibt man geistig fit? "Man muss offen für alles sein und flexibel bleiben", freut sich die 98–jährige Therese und greift nach Annas Hand. "Wir sind zufrieden".

Nicole Burk

 

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