1250 km mit dem Radl nach Rom - ADFC-Mitglieder aus Bruck zum 25jährigen Vereinsjubiläum in der Ewigen Stadt

Bekanntlich gibt es viele Möglichkeiten, eine Sache anzupacken oder zu erledigen. So könnte man beispielsweise mit dem Auto oder der Bahn nach Rom fahren, oder auch bequem fliegen oder eben so, wie es die Gruppe Radfahrer des ADFC Fürstenfeldbruck machten: Im Schweiße ihres Angesichts radelten sie in den Pfingstferien über die Alpen nach Rom. Insgesamt legten die Radler 1250 Kilometer auf dem „Drahtesel“ zurück. Die Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs aus der Kreisstadt erinnerten sich im vergangenen Jahr wohl an die Redewendung „Viele Wege führen nach Rom“, als sie die Tour in die italienische Landeshauptstadt zum diesjährigen 25. Vereins-Jubiläum beschlossen.

Am Pfingstsamstag brachen 20 Radler, darunter zwei Frauen, aus Bruck und der Umgebung zu der schweißtreibenden Radtour, vorbei an der bayerischen Seenplatte, durchs Isartal über den Achenpass ins Inntal, dann weiter über den Brenner, Eisack- und Etschtal zum Gardasee auf. Weiter geht es durch die Poebene, Emiglia Romagna und über den Apennin nach Florenz. Von dort dann durch die Toskana, das Val d’Arno, Val di Chiana und Umbrien bzw. Lazio bis nach Rom. Nach zwei tägiger Verschnaufpause in der „Ewigen Stadt“ steht noch ein Abstecher in der Brucker Partnerstadt Cerveteri mit einem Empfang durch den Bürgermeister auf dem Programm, bevor es mit dem Euro-Nachtzug zurück in Richtung Heimat geht. Der älteste Teilnehmer ist der 73-jährige Georg Thalmair aus Prittriching, der erst mit 48 Jahren mit dem Radfahren begann, wie er vor dem Start im Brunnenhof erzählte. „Zum 25-jährigen Betriebsjubiläum haben mir die Kollegen ein Radl geschenkt“, berichtete der Dreher im Rentnerdasein. Seitdem fahre er begeistert Rad und habe sich nach zwei Jahren Konditionsfahren erstmals an Touren herangetraut. So hat er u.a. auch den 800 Kilometer langen „Jakobsweg“ von Pamplona bis Santiago de Compostela mit dem Rad zurückgelegt. Auf dem Tandem nach Rom fahren der 50-jährige Germeringer Ingenieur Hans-Günter Rehbein und sein 16-jähriger Sohn Alexander. „Das ist unsere erste gemeinsame Tour“, berichtete Rehbein Senior, der sich fit hält, indem er die 40 Kilometer zu seiner Arbeitsstelle MTU jeden Tag mit dem Rad zurücklegt. „Tandem fahren wir aber schon zwölf Jahre lang“, so Rehbein Die 51-jährige Susanne Rapp aus Althegnenberg, Leiterin des Kath. Kinderhauses in Aufkirchen, ist seit 2003 im Brucker ADFC Mitglied. Sie war u. a. schon zweimal mit dem Rad in Prag und in Venedig. Erst über Ostern hat sie mit ihrem Lebensgefährtin Klaus Wolf, dem Tourenleiter, die Strecke von Ostiglia in der Po-Ebene bis nach Rom abgefahren. „Die Strecke bis zum Gardasee kannten wir hinreichend“, informierte sie. „Aber damit wir auch wissen, was uns auf der weiteren Strecke bis nach Rom erwartet, ist es am besten, sie vorher zu erkunden.“ Denn schließlich waren von den im Durchschnitt zwischen 50- und 60-jährigen alten Teilnehmern beachtliche Tagesstrecken zwischen 70 und 100 Kilometer zu bewältigen.

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