FC Bayern München  in FFB

SC FFB schwelgte im Glück

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Begeisterte junge Nachwuchskicker des SCF mit dem berühmten Bayerntrainer Jupp Heynckes.

Fürstenfeldbruck  – Einmal gegen die beste Vereinsmannschaft in Deutschland zu spielen: Diesen Traum erfüllten sich die Bayernliga-Fußballer des SC Fürstenfeldbruck bei einem Freundschaftsspiel gegen den FC Bayern am 25.10. 

Auch wenn die freundschaftliche Auseinandersetzung gegen den FC Bayern München auf dem grünen Rasen im Technomarkt-Stadion am 25. Oktober mit einer 0:7 (0:3)-Niederlage endete, so gab es beim Brucker Sportclub rundum nur zufriedene Gesichter. 

3.300 Zuschauer strömten ins Stadion und spülten dem in argen Finanznöten befindlichen Verein die satte Summe von 40.000 Euro in die Vereinskasse. Der Münchner Traditionsclub zeigte sich nämlich spendabel und beließ die gesamten Einnahmen dem Bayernligisten aus der Kreisstadt. Da dürfte auch nach Abzug aller Unkosten für Securitydienste etc. noch ein schöner Batzen hängen bleiben.

Erst am Dienstag bereitete sich die Nachricht wie ein Lauffeuer im Vereinsheim aus, just als viele Bayern-Anhänger auf der Großleinwand das Champions-League-Spiel der Bayern gegen den OSC Lille verfolgten. Sie konnten es zunächst gar nicht glauben. Da will uns wohl einer auf den Arm nehmen. Doch als sie die verstärkten Aktivitäten der SCF-Funktionäre im Clubheim wahrnahmen, waren auch die letzten Zweifler überzeugt. Was dann der Verein innerhalb von zwei Tagen organisierte, das verdient große Anerkennung. Die erhielt der Club später von keinem geringeren als Jupp Heynckes, dem Bayerntrainer, als er gegenüber Brucks OB Sepp Kellerer meinte: „Ein Super-Umfeld habt ihr hier in Bruck.“

Auch wenn von den bekannten Bundesliga-Stars nur David Alaba, Anatoliy Tymoshchuk, Claudio Pizarro, Diego Contento und Rafinha sowie Trainer Jupp Heynckes und Manager Matthias Sammer dabei waren, so stellte das Spiel für Zuschauer und Spieler ein absolutes Highlight dar, das ihnen in Erinnerung bleiben wird. Vor allem die Kids begeisterten sich für ihre Idole und jagten hinter jedem Star her, um ein Autogramm zu erhaschen. Im Spiel zog dann plötzlich ein gebürtiger Brucker im Dress der Bayern die Aufmerksamkeit auf sich. Als der 18-jährige Alexander Sieghart das 2:0 für die Bayern erzielte, fragten sich viele: „Wer ist denn der mit der Rückennummer elf?“ Erst recht als der U19-Spieler auch noch gleich nachlegte und kurz vor der Pause Brucks Torhüter Michael Beck ein zweites Mal bezwang. Sieghart, der noch das Viscardi-Gymnasium besucht und im nächsten Jahr das Abitur baut, erlernte die ersten Fußballschritte von seinem Vater Stefan, der Jugendtrainer beim TSV West ist. Über den SC Fürstenfeldbruck wagte der Gymnasiast den Sprung an die Säbenerstraße zum FC Bayern. Dort spielt Alexander derzeit in der U19-Bundesliga-Mannschaft. „Erst nach dem Abi werden wir sehen, wie es sportlich weiter geht“, sagte Papa Sieghart. Das sei auch so mit dem FC Bayern abgesprochen.

Die weiteren Treffer für die Bayern erzielten Emre Can, Toni Vastic, Claudio Pizarro, Pascal Reinhardt (2). Fast wäre auch den Bruckern ein Tor gelungen. Zweimal hatte Armin Lange den Ehrentreffer auf dem Fuß. Aber nachdem er Weltstar Anatoliy Tymoshchuk einmal „tunneln“ konnte, meinte er, davon noch lange zu träumen. Schwer beeindruckt zeigte sich die Mannschaft von der großartigen Zuschauerkulisse. „Die würden wir uns auch bei unseren Bayernliga-Heimspielen wünschen. Da macht es Spaß zu spielen.“

Dieter Metzler

 

 

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