40minütige Verfolgungsfahrt durch Landkreise FFB und Starnberg - Zwei leichtverletzte Polizeibeamte und vier beschädigte Streifenwagen

Ein aktuelles Bild zeigt das Ende der Verfolgungsfahrt. Foto: PP Oberbayern Nord

Eine fast 40-minütige Verfolgungsfahrt, bei der zwei Polizeibeamte leicht verletzt und vier Streifenfahrzeuge beschädigt wurden, verursachte am 10. Oktober 2010 ein 44-jähriger Mann im Raum Fürstenfeldbruck und Starnberg. Kurz nach 11 Uhr versuchte am Sonntag eine Streife der Polizeiinspektion Fürstenfeldbruck den Fahrer eines Peugeot im Stadtgebiet Fürstenfeldbruck anzuhalten. Die Beamten hatten festgestellt, dass das Kennzeichen des Fahrzeugs für einen anderen Pkw ausgegeben und zur Fahndung ausgeschrieben war. Der Lenker des Peugeot ignorierte jedoch jeglichen Anhalteversuch und fuhr unvermindert weiter.

Als in Ortsnähe von Puch ein Streifenwagen versuchte den Peugeot zu überholen, zog dessen Fahrer unvermittelt nach links und versuchte den Dienstwagen abzudrängen. Durch die schnelle Reaktion des Beamten konnte hier ein folgenschwerer Zusammenstoß vermieden werden. Der Flüchtende entzog sich in der Folge wiederholt grob verkehrswidrig und mit hoher Geschwindigkeit der Anhaltung durch die Polizeifahrzeuge. Unter anderem über die B 471 führte die anhaltende Flucht weiter in den Landkreis Starnberg. An einem Kreisverkehr bei Inning überwand der Lenker des Peugeot die erste, von einem Polizeifahrzeug errichtete Straßensperre, indem er diese über den Grünstreifen umfuhr. In Herrsching am Winkelweg konnten die Beamten erneut mit zwei Fahrzeuge eine Sperre errichten. Der Fahrer des Peugeot rammte rücksichtslos die querstehenden Fahrzeuge und lenkte sein Fahrzeug anschließend in einen Acker, den er trotz der Bodenverhältnisse überqueren konnte. Nachdem inzwischen auch der Polizeihubschrauber an der Verfolgung beteiligt war, konnte das flüchtende Fahrzeug schließlich doch in Herrsching am Seeweg zwischen mehreren Polizeifahrzeugen eingekeilt werden. Dort fuhr der Mann erneut gegen einen stehenden Dienstwagen. Als der Täter seinen nun stehenden Pkw nicht verlassen wollte und zudem nach einem Elektroschocker griff, wurde die Seitenscheibe eingeschlagen. Danach konnte der Mann widerstandslos festgenommen werden, obwohl er im Pkw auch noch ein Messer mitführte. Bilanz der Verfolgungsfahrt, an der mehr als zehn Streifenwägen und der Polizeihubschrauber beteiligt waren, sind zwei leicht verletzte Polizeibeamte mit Schnittwunden und wohl ein Sachschaden im fünfstelligen Bereich an vier beschädigten Polizeiautos. Die beiden an dem nicht zugelassenen Peugeot angebrachten unterschiedlichen Kennzeichen waren als Verlustsachen jeweils zur Fahndung ausgeschrieben. Wie der 44-jährige Mann in ihren Besitz kam, muss noch geklärt werden. Weitere Hintergründe der Flucht sind derzeit noch unklar, da der Festgenommene auf Fragen nicht reagierte. Verletzt wurde er, wie eine vorsorgliche Untersuchung in einem Krankenhaus ergab, jedoch nicht. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Rentner aus dem Kreis Heidenheim wieder entlassen.

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