Der älteste Stammtisch im Landkreis feierte sein 2250. Treffen - Die Sex'er-Runde

Bei den Brucker Stammtisch-Brüdern „Die Sex’ er-Runde“, die sich jeden Sonntagvormittag im Pucher Hof zu einem Frühschoppen treffen, dürfte es sich um den wohl ältesten Stimmtisch im Landkreis handeln. Am letzten Sonntag im alten Jahr feierten Leonhard Probst, Sebastian Gottmann, Fritz Medwed, Anton Baumann und Otto Zapf ihren 2250. Stammtisch.

Erst seit zehn Jahren ist die Gaststätte in der Pucher Straße zur Stammtisch-Heimat des inzwischen nur noch aus einer Fünfer-Runde bestehenden Stammtisches geworden. Im Bayerischen Bräuhaus an der Maisacher Straße wurde der Stammtisch im August 1966, also vor nunmehr 44 Jahren, von sechs Bruckern – daher der Name, dem die damaligen Stammtischler aus purem jugendlichem Übermut den Buchstaben „x“ anstatt des „ch“ verpassten - aus der Taufe gehoben. Als sorgsamer Chronist führt der ehemalige Berufssoldat Medwed, der neben Zapf zu Gründungsmitgliedern zählt, alle anderen sind aber auch schon über 20 Jahre dabei, über alle Aktivitäten genau Buch. Der 1.000 Stammtisch am 12. Januar 1986 oder der 2.000 am 13. März 2000 sind darin genauso vermerkt, wie der Beschluss vom 29. März 1987, dass ein Geburtstagskind keine Runde Schnaps ausgibt, sondern dafür einen entsprechenden Obolus ins Sparschwein wirft. Ebenso sind auch die Umzüge der Stammtischbrüder - zum Teil zwangsweise durch Schließung des Lokals verursacht - von einer Wirtschaft in die andere wie vom Gerblkeller, in den Fichtenhof oder in den Marthabräukeller festgehalten, wie auch alle Ausflüge mit und ohne Familienanhang beispielsweise auf die Kreutalm, zum Salzburger Christkindlmarkt oder zur Landesgartenschau nach Amberg. Heuer brechen die Stammtischler nach Leipzig auf. Zu jedem Stammtisch wandern pro Teilnehmer zwei Euro in ein Sparschwein, wer zu spät erscheint, muss den doppelten Betrag löhnen. Mit dem Geld bezuschussen die Stammtischler ihre Ausflüge. oder gemütliche Abende mit ihren Ehefrauen. Als ungeschriebenes Gesetz gilt für die Stammtischler der Grundsatz, sich in der Zeit von zehn bis halb zwölf nur jeweils maximal zwei „Halbe“ zu genehmigen. Schließlich trifft man sich in erster Linie, um über Bruck, Gott und die Welt zu diskutieren, und dabei benötigt man doch stets einen klaren Kopf.

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