Der Fürstenfelder Kinosommer im Regen 

"Afrika - das magische Königreich"

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Gut gefüllte Reihen beim Fürstenfelder Open Air Kino

Fürstenfeldbruck –„Afrika - das magische Königreich“, ein Dokumentarfilm bei strömenden Regen: Dieses Erlebnis bot sich den Filmfreunden in Regenbekleidung am 15.08.2015 beim Fürstenfelder Open Air Kinosommer 2015.

Der Film zeigt in beeindruckender Art und Weise atemberaubende Natur und die wunderschönen, einzigartigen Landstriche des Kontinents Afrika. Egal ob die Berggorillas im Regenwald, rosarote Flamingos in vulkanischen Seen, riesige Korallenriffe im Meer, Löwen und Elefanten in der Savanne, Krokodile in Flüssen oder Dschelada Paviane hoch oben auf dem Mount Kenia, überall hat die Natur Fuß gefasst.

Seit 2003 werden im Stadtsaal des Veranstaltungsforums Fürstenfeld jeden August auf einer 129 Quardratmeter großen Leinwand mit 1.000 Sitzplätzen, von denen diesmal zum Glück 250 überdacht waren, ausgesuchte Filme gezeigt. So zum Beispiel die bekannten Klassiker „Monsieur Claude und seine Töchter“, „Verstehen Sie die Béliers?“, „Kiss the Cook“ und „Desaster“. 

Trotz des anhaltend schlechten Wetters, es regnete nahezu die ganze Vorstellung über, waren doch etliche Hartgesottene, darunter auch Kinder und Großeltern mit Regenschirmen gekommen, um sich dieses Erlebnis nicht entgehen zu lassen. Die richtige Vorbereitung war das A und O. Mit regenfester Bekleidung, heißem Kaffee, Decken, Popcorn und Crépes konnte eigentlich gar nichts mehr schief gehen. Wer wollte, konnte sich in der 15-minütigen Pause im Forum aufwärmen.

Der Film begann in einer Großstadt bei strömenden Regen, in der die Filmemacher auf die Wunderkräfte von Wasser hinwiesen. Dass sich durch die Regentropfen das 2D wie ein 3D Erlebnis anfühlte, war nur einer von vielen magischen Momenten im Film. Der Kameraschwenk bewegte sich in Richtung tropischer Regenwälder und zeigte das unbeschwerte Leben der Berggorillas. Die "Tanzende Echse" vollführte einen Tanz im heißen Sand, um sich nicht die Füße zu verbrennen oder Elefanten waren auf der Suche nach Wasser. Der im Genre bekannte Kommentator Christian Brückner führte das Publikum mit seiner emotionalen und entspannten Art durch den Naturfilm. Die eindrucksvollen Szenen und die exzellente Kameraführung erzeugten bei den Zuschauern die Illusion, sich inmitten von Gorillas, einem Schwarm Glasfischen oder unter der Beobachtung von hungrigen Krokodilen zu befinden: Einzigartige Bilder vor malerischer Kulisse - auch dank Zeitlupenaufnahmen.

Tom Blum, Initiator des Fürstenfelder Kinosommers.

Initiator Tom Blum: “Angefangen haben wir 2003 auf Initiative zum Einen durch Norbert Leinweber, der per Zeitungsartikel jemanden gesucht hat, im neu renovierten Stadtsaalhof (ehemals Klosterhof) einen Open-Air Kinosommer durchzuführen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich lediglich Erfahrungen im kleinen Rahmen mit dieser Art von Veranstaltung und hatte schon etwas "Bammel" hier im großen Stil einzusteigen. Hat sich dann aber gelohnt, denn wir hatten gleich zu Beginn über 7.000 Besucher in nur 12 Tagen. Die Leute waren und sind begeistert vom Ambiente hier, denn der ehemalige Klosterhof ist ideal für einen Filmpalast unter freiem Himmel. Auch da er etwas von einer "Italienischen Piazza" hat, was sehr gut ankommt.

Auch dass bei uns niemand auf einer - mitunter feuchten Wiese - sitzen muß, sondern bequeme Stühle bereitstehen, ist ein großer Pluspunkt. Als sehr naiv hat sich dann schnell die Tatsache herausgestellt, mit dem Kinosommer auch kommerziell erfolgreich zu sein - hier mußten wir bald lernen, dass der Kartenverkauf alleine vielleicht gerade einmal einen Teil der Unkosten decken kann- die Filmmieten belaufen sich teilweise auf über 50% des Eintrittspreises. Sponsoren und Werbepartner sind heute unumgänglich solch ein "Event" zu stemmen. Gerade wenn man wie wir den Anspruch hat, wirklich "Kino" zu machen, also nicht mit DVD-Player und Pocketbeamer aus dem Büro auf ein Bettlaken zu projezieren.

An dieser Stelle ein ganz großes DANKE an unsere langjährigen und wohlgesonnenen Partner - ohne Euch läuft im Stadtsaalhof nämlich gar nichts so wie es soll! Eben auch, da man nicht erwarten darf 17 Tage bestes Wetter zu haben und wir auch trotz der überdachten Tribühne ein "echtes" Open-Air-Kino sein- und bleiben wollen!"

Felix Hamann

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