Aktionstag "Aktiv gegen Krebs" im Veranstaltungsforum - Kooperations-Initiative

Dem Krebs "davonlaufen" - Bewegung auch Therapiemöglichkeit

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von li): Konrad Kaspar, Leiter Krebs-Selbsthilfegruppe FFB, Dr. Dieter Sumser, Arzt in der Frauenklinik FFB, Roland Biendl, Gesundheitsamt FFB und Dr. Maria Leitenstern-Gulden, Fürstenfelder Gesundheitstage

Fürstenfeldbruck – Im Rahmen der Initiative des Bayerischen Gesundheitsministeriums „Aktiv gegen Krebs“ fand  ein Aktionstag im Veranstaltungsforum Fürstenfeld statt. „Unser Anliegen ist es, die Leute zu informieren, wie wichtig Bewegung für die Gesundheit ist und dass Bewegung auch eine Therapiemöglichkeit sein kann“, so Dr. Maria Leitenstern-Gulden, Projektleiterin der Gesundheitstage FFB.

 Im Rahmen der Initiative des Bayerischen Gesundheitsministeriums „Aktiv gegen Krebs“ fand am Freitag, 12. April, ein Aktionstag im Veranstaltungsforum Fürstenfeld statt.Unter der Trägerschaft der Fürstenfelder Gesundheitstage haben die Kooperationspartner AGENDA21-Büro des Landkreises FFB, das Klinikum FFB, das Gesundheitsamt sowie Krebsselbsthilfegruppen aus dem Landkreis diesen Tag gemeinsam vorbereitet.

Experten und Betroffene berichteten über die positiven Auswirkungen von körperlicher Aktivität und Sport auf den Krankheitsverlauf bei Krebs. Krebs kann durch eine gesunde Lebensweise z.B. durch ausreichende Bewegung und ausgewogene Ernährung in vielen Fällen verhindert werden. Körperliche Aktivität kann bei und nach Krebserkrankungen sowohl die Lebensqualität als auch den Krankheitsverlauf und therapiebedingte Nebenwirkungen positiv beeinflussen. Sogar das Risiko eines Rückfalls wird durch körperliche Aktivitäten reduziert, wie zahlreiche Studien belegen.

 Nach dem Vortrag „Dem Krebs davonlaufen“ von Prof. Dr. Martin Halle, Fakultät für Rehabilitative Sportmedizin am Klinikum Rechts der Isar, fand eine offene Diskussionsrunde mit Vertretern aus Ärzten, Sporttherapeuten, Vereinen und Betroffenen statt. Dr. Dieter Sumser, Frauenarzt am Klinikum FFB, sieht einen deutlichen Zusammenhang von Bewegung und Krebserkrankungen: „Bewegung kann Krebserkrankungen verhindern und die Krebsrückfallraten können entschieden gesenkt werden. Bei vielen Krebsarten ist eine Minderung um 30 bis 50% zu sehen, was ein großer Erfolg ist“. Wichtig ist es darauf zu achten, was bei dem Erkrankten individuell wirkt und dass die Intensität nicht zu hoch ist: „Man soll mit relativ wenig Bewegung einen hohen Nutzen erreichen“, rät  der Frauenarzt. „Es Bedarf eines gewisses Know-hows bei allen, die mit Krebskranken arbeiten, also Ärzten, Selbsthilfegruppen, Betroffenen etc. Eine Vernetzung dieser Leute ist unbedingt notwendig“. Festzuhalten ist, dass eine Krebstherapie auch aus dem Baustein Bewegung bestehen soll - das kostet wenig Geld und hilft vielen Betroffenen, wieder ins Leben zurückzufinden. „Jeder muss dort abgeholt werden, wo er gerade steht“, betont Dr. Dieter Sumser.

Nicole Burk 

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