CSU-Ortsverband Eichenau diskutierte mit Bürgermeisterkandidat Dirk Flechsig über das Eichenauer Gewerbegebiet und Aldi-Wegzug

Den Eichenauer Standort neu aufstellen

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Sie diskutierten bei der Jahreshauptversammlung über die künftige Politik der CSU in Eichenau (v.l.): der Ortsvorsitzende Peter Zeiler, CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt und Bürgermeisterkandidat Dirk Flechsig. Foto: Daschner

Eichenau – Der Wegzug des Discounters Aldi aus dem Eichenauer Gewerbegebiet war das große Thema bei der Jahreshauptversammlung des CSU-Ortsverbandes. Bürgermeisterkandidat Dirk Flechsig zeigte sich von der Art und Weise enttäuscht, sieht aber auch eine Chance in der Entscheidung des Unternehmens. „Da sieht man, dass manche Firmen jahrelang das gute Klima in Eichenau nutzen, dann aber die Gemeinde vor vollendete Tatsachen stellen“, sagt Flechsig. Das sei eine Enttäuschung.

 Er hätte sich gewünscht, dass Aldi im Vorfeld auf die Gemeinde zugeht. Stattdessen habe es zwei Wochen vor der Verkündung des Abschieds noch ein Interview gegeben, in dem derartige Pläne mittelfristig ausgeschlossen wurden. „Aber es hilft nichts, jetzt müssen wir an dem Standort etwas entwickeln“, sagte Flechsig. Es werde zwar eine gewisse Durststrecke geben, dennoch forderte der Bürgermeisterkandidat dazu auf, die neue Sachlage positiv anzugehen: „Wir haben eine große Chance, hinterher vielleicht sogar besser dazustehen.“ Auf Anfrage eines der gut 50 Mitglieder erklärte Flechsig außerdem, dass durch den Wegfall der Gewerbesteuer des Discounters derzeit kein Projekt der Gemeinde in Gefahr sei. „Wir müssen aber mit Vorsicht vorgehen und es langsam angehen.“ Unter Umständen müsse die eine oder andere Maßnahme vielleicht um ein oder zwei Jahre verschoben werden.

Darüber hinaus berichtete Flechsig außerdem von der zweitägigen Klausurtagung des CSU-Ortsverbandes in Ettal. Dort wurde der Kurs der Union zu verschiedenen politischen Fragen feinjustiert. So werde die Partei am Gewerbegebiet Nord festhalten. „Ein abgetrenntes Wohnviertel lehnen wir dort aufgrund der Nähe zur S-Bahn und des nötigen Schallschutzes ab“, sagte Flechsig. In der Kinderbetreuung will sich die CSU nicht mehr mit langfristigen Provisorien zufrieden geben. Stattdessen solle die Mittagsbetreuung an der Schule aufgestockt werden. „Das bleibt unser favorisierter Standort“, sagte der Bürgermeisterkandidat. Außerdem plant die CSU den Aufbau einer Seniorenmesse, bei der die speziellen Angebote für ältere Menschen nicht nur von Vereinen, sondern auch Firmen aufgezeigt werden sollen. Bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sprach sich Flechsig für eine interkommunale Zusammenarbeit aus. „Das ist der einzige Weg für Eichenau, da wir selbst kaum noch Flächen haben.“ Für die Förderung des Ehrenamts habe die CSU außerdem einen Antrag in der Schublade, einen Ehrenamtspreis oder eine Bürgermedaille einzuführen.

Das Engagement Flechsigs würdigte auch die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe Gerda Hasselfeldt, die bei der Versammlung ihres Heimat-CSU-Verbandes ebenfalls zugegen war. Es sei kein Bruch erkennbar. „Mit diesem Kandidaten ist die Kontinuität in der politischen Arbeit in Eichenau gewährleistet“, sagte Hasselfeldt. Dem amtierenden Bürgermeister Hubert Jung, der bei der Wahl am 19. Juni nicht mehr antritt, sprach sie ihre Anerkennung für die geleistete Arbeit aus.

 Andreas Daschner

 

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