15 Viscardi-Gymnasiasten überquerten in fünf Tagen die Alpen - 5 Gipfel, 3 Pässe, 60 km und 5 500 Höhenmeter

Zu Fuß über die Alpen als Unterrichtsprojekt

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15 Viscardi-Gymnasiasten überquerten in fünf Tagen die Alpen - 5 Gipfel, 3 Pässe, 60 km und 5 500 Höhenmeter

Fürstenfeldbruck - Vom 09.07. bis 13.07.2016 sind 4 Schülerinnen und 11 Schüler des Viscardi-Gymnasiums zu Fuß nach Italien unterwegs gewesen und haben die Alpen vom österreichischen Zirl bis zum italienischen Gossensaß erfolgreich überquert. Im Rahmen eines Seminars haben sie zusammen mit ihren beiden Lehrkräften in 5 Tagen, 3 Gipfel, 3 Pässe, 60 km und 5500 Höhenmeter bewältigt. Die Quartiere Adolf-Pichler-Hütte, Starkenburger Hütte, Innsbrucker Hütte und die italienische Tribulaunhütte haben die Tagesetappen von bis zu 9 Stunden und 1500 Höhenmetern miteinander verbunden.

 Die ersten drei Tage ist das Projekt nach Plan und ohne Zwischenfall verlaufen. Höhepunkte sind für einige der Gipfel des „Hohen Burgstall“, der mit 2611 m zu den „Seven Summits Stubai“ zählt, und das Schwimmen im 6°-kalten Bergsee am Fuße des „Gamskogel“ gewesen. Fast gescheitert wäre das Projekt am 4. Tag, da zahlreiche Altschneefelder und angesagte Unwetter mit Starkregen und Gewitter, die Überquerung des Alpenhauptkamms auf 2600 m Höhe im steilen und unwegsamen Gelände zunächst als zu risikoreich erschienen ließen. Aber das Unwetter hatte sich lange auf der italienischen Südseite gehalten, so dass die Besteigung der „Pflerscher Scharte“ von Norden aus letztendlich möglich gewesen ist.

Die sehr steilen Schneefelder sind mit großer Vorsicht bewältigt worden und nach den letzten anstrengenden Höhenmetern war die Freude und Erleichterung auf dem Alpenhauptkamm bei allen Teilnehmern sehr groß. Und erst beim kurzen Abstieg zur italienischen Tribulaunhütte ist die Gruppe dann vom Unwetter mit eiskaltem Regen, Blitz und Donner erwischt worden.

Ausdauertraining

 

Den Erfolg hat die Gruppe nicht nur dem Wetterglück im entscheidenden Moment zu verdanken, sondern vor allem der im Rahmen des Seminars erfolgten langfristigen Planung, die die Schülerinnen und Schülern seit Schuljahresbeginn umgesetzt haben. Mit einem individuellen und selbstständigen Ausdauertraining wurde der Grundstein im konditionellen Bereich gelegt, so dass die Strecken in Bezug auf die angeschriebenen Gehzeiten teilweise in der Hälfte der Zeit zurückgelegt wurden. Auch die Planungen für die notwendige Ausrüstung, die Routenwahl, die Etappenziele und die Organisation des Transports haben sich auf der Route als sinnvoll und sehr gut überlegt gezeigt.

Glücklicherweise mussten die im Vorfeld erlangten Kenntnisse über Erste-Hilfe-Maßnahmen nicht zur Anwendung kommen, da die Vorbereitungen bei allen Teilnehmer wohl zu einem sehr verantwortungsvollen Umgang mit dem hohen Risiko beim Bergsport geführt haben. Hervorzuheben ist die sehr gute Stimmung in der Gruppe, sowie die große Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme von jeder Schülerin und jedem Schüler, die sich alle mit diesem Projekt im Rahmen ihrer Sozial- und Persönlichkeitskompetenz weiter entwickeln konnten.

Im September 2016 wird die Gruppe bei einer großen Präsentation in der Aula des Viscardi-Gymnasiums von ihren Erlebnissen berichten und die eine oder andere Anekdote mit den Gästen teilen. So wird sicher auch der sehr risikoreiche Umgang mit Wetteinsätzen bei „Mäxchen“ und „Schafkopf“ an den Abenden zur Sprache kommen, der unter anderem dazu geführt hat, dass der Projektleiter auch einmal alle Rucksäcke zu transportieren hatte.

Daniel Birkner/Peter Schmidt

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