Amateurfunk kann Leben retten - Brucker Verein hat 142 Mitglieder

Amateurfunk ist nicht nur ein Hobby, das eine Menge Spiel und Spass bringt, sondern Amateurfunk kann oftmals auch Leben retten und damit eine ganz ernste Sache werden. Weltweit betreiben Funkamateure ein dichtes Netz an unabhängigen Funkstationen, die bereits häufig zur Übermittlung von ersten Berichten in Krisengebieten gedient haben. Gerade im Ernstfall kommt den Amateurfunkern eine große Bedeutung zu. Wenn Menschen nach Überschwemmungen, Erdbeben oder gar Kriegen von der Außenwelt abgeschlossen sind, greifen Amateurfunker zum Mikrofon und tragen ihren Teil zur Bewältigung dieser Krisensituation bei.

Das ist mit ein Grund, warum in vielen Ländern der Amateurfunk, trotz Mobilfunk und Internet, in den nationalen Not- bzw. Katastrophenfunk integriert ist. So hat beispielsweise ganz aktuell bezüglich der Notfunkaktivitäten bzw. der Unterstützung im Katastrophenfall das bayerische Innenministerium den vier bayerischen Distrikten den Vorschlag einer Vereinbarung mit dem Titel „Grundsätze für die Mitwirkung der bayerischen Distrikte im Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) bei Katastrophen in Bayern“ unterbreitet, berichtet der erste Vorsitzende des Brucker Ortsverbandes C28 der Amateurfunker, Helmut Berka. „Häufig sind die Amateurfunker die einzigen, die in Notsituationen und Katastrophenfällen eine regionale und globale Kommunikation aufrecht erhalten können und so die lokalen Hilfsorganisationen und Behörden tatkräftig bei ihrer Arbeit unterstützen“, stellte Berka die Bedeutung des Amateurfunks heraus. Die behördlichen Hilfs-Organisationen wie THW, Rotes Kreuz, Feuerwehr können untereinander nicht kommunizieren, weil ihr Funkverkehr nicht kompatibel ist, so Berka. Letztendlich trägt auch der ehrenamtliche Betrieb der Brucker Funkstation durch die Funkamateure zur Sicherheit aller Einwohner von Fürstenfeldbruck und Umgebung bei. Der Brucker Verein ist derzeit mit 142 Mitgliedern der größte Ortsverband im DARC und bietet gleichzeitig auch bundesweit der größten Jugendgruppe (32 Kinder und Jugendliche) ein Zuhause. Seit 1972 besteht der Ortsverband C28 und bietet seitdem den Funkamateuren aus der Großen Kreisstadt und Umgebung die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und für gemeinsame Aktionen. Das Clubheim liegt zentral am Brucker Volksfestplatz und ist leicht an dem Antennenmast zu erkennen. „Für uns Amateurfunker gibt es auch keine Rassenschranken, keine „eisernen Vorhänge“, keine trennenden Meere und keinerlei Standesunterschiede“, zählte Berka weitere Vorteile auf. Menschen, die ihr Hobby unter der Bezeichnung Amateurfunk betreiben, blieben meistens Jahrzehnte oder sogar ihr ganzes Leben lang bei dieser Freizeitbeschäftigung, so Berka. Einer der Gründe dafür ist die enorme Faszination, die vom Betrieb einer eigenen Radiostation ausgeht. Bei den Bastelnachmittagen alle 14 Tage für Kinder und Jugendliche werden die jungen Teilnehmer für die moderne Technik begeistert und mit den Grundlagen der Elektronik vertraut gemacht. Einige der Teilnehmer haben auch schon ihre Prüfung zum Funkamateur abgelegt. Die Clubabende finden jeden dritten Freitag eines Monats (20 Uhr) im Clubraum statt. Jeden Mittwochabend ist das Clubheim zum Basteln, Funken und Ratschen geöffnet. „Zu beiden Terminen sind uns Gäste herzlich willkommen“, so der erste Vorsitzende Helmut Berka, der zugleich auch Jugendgruppenleiter ist. Die Jugendarbeit des C28 wurde bereits dreimal mit einem Jugendförderpreis des DARC ausgezeichnet. Darüber hinaus hat die Brucker Bürgerstiftung die Aktivitäten der Nachwuchsfunker als besonders förderungswürdig eingestuft und finanziell unterstützt. Natürlich kommt bei den Jugendlichen auch der Spaß nicht zu kurz. Neben den Bastelnachmittagen stehen auch weitere gemeinsame Unternehmungen auf dem Programm. Dazu zählen die Teilnahme an Funkwettbewerben sowie gemeinsame Wochenendausflüge.

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