Wegen der Einschränkungen für Asylbewerber im Arbeitsmarkt nimmt der Landkreis FFB die vom Gesetz gebotene Möglichkeit wahr

20-Wochenstunden-Jobs für Asylbewerber

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Der Landkreis Fürstenfeldbruck nimmt die vom Gesetz gebotene Möglichkeit wahr und führt sog. Arbeitsgelegenheiten für Asylbewerber ein.

Fürstenfeldbruck  - Arbeit integriert. Zunächst dient sie der materiellen Sicherung der Existenz, aber darüber hinaus – genauso wichtig - bedingt sie einen geregelten Tagesablauf und ist unerlässlich für das Bewusstsein des eigenen Wertes, insbesondere in und für die Gesellschaft, in der man lebt. Da aufgrund vieler rechtlicher Hindernisse Asylbewerber kaum oder nur in sehr geringem Umfang einer regulären Beschäftigung auf dem Arbeitsmarkt nachgehen dürfen, nimmt der Landkreis Fürstenfeldbruck die vom Gesetz gebotene Möglichkeit wahr und führt sog. Arbeitsgelegenheiten für Asylbewerber ein.   

 

Alle Kommunen und gemeinnützigen Träger wurden dazu aufgerufen, diese Arbeitsgelegenheiten, die mit 1,05 Euro pro Stunde vergütet werden, bereit zu stellen. Die Arbeitsgelegenheiten müssen folgende Voraussetzungen erfüllen: Träger der Arbeitsgelegenheit muss staatlicher, kommunaler oder gemeinnütziger Natur sein, im Übrigen darf die zu leistende Arbeit sonst nicht, nicht in diesem Umfang oder nicht zu diesem Zeitpunkt verrichtet werden. Denkbar sind insbesondere Tätigkeiten in den Bereichen Freizeit und Sport, in der Denkmalpflege, im Landschafts- und Naturschutz, in Werkstätten, im sozialen Bereich und in Kultureinrichtungen. Die Arbeitszeit darf maximal 20 Wochenstunden pro Person betragen.

Die Aufwandsentschädi-gung wird grundsätzlich nicht auf die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz angerechnet. Bereits jetzt liegen dem Landratsamt mehr als 20 Anfragen zur Genehmigung einer Arbeitsgelegenheit für Asylbewerber vor, die demnächst erteilt werden. Beispielsweise helfen Flüchtlinge im Landkreis bei der zusätzlichen Sauberhaltung öffentlicher Plätze, ergänzen bestimmte Serviceangebote, beispielsweise der Caritas, oder wirken an anderen – gemeinnützigen – Projekten mit. Unter den Asylbewerbern herrscht reger Andrang auf die Arbeitsgelegenheiten.

 Auch der Landkreis Fürstenfeldbruck selbst beginnt die Einführung der „1,05-Euro-Jobs“ mit einem Pilotprojekt: Im Landratsamt wurde das Rahmenprojekt „ANKOMMEN + VERSTEHEN“ für Asylsuchende in dezentralen Unterkünften entwickelt. Gemeinsam mit Partnern aus der Region bildet das Ausländeramt Asylbewerber als sog. Multiplikatoren zum Thema "Ressourcenschutz - der nachhaltige Umgang mit Energie, Wasser und Abfall" aus.

 Diese Multiplikatoren sollen im Rahmen der Arbeitsgelegenheiten ihrer neuen Aufgabe nachgehen. Etwa 20 Multiplikatoren haben erfolgreich die ersten Kurse abgeschlossen, ihre Zertifikate erhalten und warten nun darauf, dass sie ihr Wissen und ihre vielen Ideen anwenden können. Die Multiplikatoren selbst werden auch nach dem Abschluss des Kurses durch das Ausländeramt fachlich   begleitet.

Bei regelmäßigen Treffen zum Erfahrungsaustausch diskutieren sie ihre Ideen und Erlebnisse mit den Kollegen und entwickeln die Angebote weiter.

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