Auch politisches Motiv bei Brandanschlag in Fürstenfeldbrucker Hangar kommt in Betracht - Zivilflieger enttäuscht und frustriert

Bei ihren Ermittlungen wegen des Brandanschlags in der Nacht vom ersten auf den zweiten Januar auf dem ehemaligen Gelände des Brucker Fliegerhorstes will die Kripo auch ein politisches Motiv nicht gänzlich ausschließen, nachdem die Flugplatzbetriebsgesellschaft FFB mbH mit ihrem Antrag im Jahre 2006 auf Nachfolgenutzung als Verkehrslandeplatz in der Bevölkerung und in der Politik auf großen Widerstand gestoßen war. Der jahrelange Disput wird voraussichtlich mit der Entwidmung des Flugplatzes zum 31.Januar 2010 ein Ende gefunden haben. Der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft, Andreas Boehl, zeigte sich enttäuscht und frustriert über die Entwicklung, die ein „unrühmliches Ende“ genommen habe, wie er den feigen Brandanschlag bezeichnete. Besonders von der Politik fühlt sich Boehl verraten und verkauft. Er erinnerte an eine ähnliche Vorgehensweise vor zehn bis 15 Jahren, als auf dem Militärflugplatz in Neubiberg Zivilflieger ebenfalls mit einem Brandanschlag verhindert wurden.

Ob die Flugplatzbetriebsgesellschaft gegen die Entwidmung gerichtlich vorgehen werde, ließ Boehl offen. Darüber werde man bei einem Gesellschaftertreffen am 19. Januar befinden. Acht Kleinflugzeuge wurden durch einen dreisten Brandanschlag vermutlich in der Nacht vom ersten auf den zweiten Januar auf dem ehemaligen Gelände des Brucker Fliegerhorst durch einen oder mehrere unbekannte Täter erheblich zerstört. Ein zweisitziges Flugzeug brannte völlig aus, weitere sieben wurden stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck, die die Ermittlungen aufgenommen hat, bezifferte den Gesamtschaden mit ca. 30.000 Euro. Bei ihren Ermittlungen will die Kripo auch ein politisches Motiv nicht gänzlich ausschließen, nachdem die Flugplatzbetriebsgesellschaft FFB mbH mit ihrem Antrag im Jahre 2006 auf Nachfolgenutzung als Verkehrslandeplatz in der Bevölkerung und in der Politik auf großen Widerstand gestoßen war. Der jahrelange Disput wird voraussichtlich mit der Entwidmung des Flugplatzes zum 31.Januar 2010 ein Ende gefunden haben. Der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft, Andreas Boehl, zeigte sich enttäuscht und frustriert über die Entwicklung, die ein „unrühmliches Ende“ nahm, wie er den feigen Brandanschlag bezeichnete. Besonders von der Politik fühlt sich Boehl verraten und verkauft. Er erinnerte an eine ähnliche Vorgehensweise vor zehn bis 15 Jahren, als auf dem Militärflugplatz in Neubiberg Zivilflieger ebenfalls mit einem Brandanschlag verhindert wurden. Ob die Flugplatzbetriebsgesellschaft gegen die Entwidmung gerichtlich vorgehen werde, ließ Boehl offen. Darüber werde man bei einem Gesellschaftertreffen am 19. Januar befinden. Der oder die Täter, die Boehl aus dem Umfeld vermutet, hatten leichtes Spiel, da beide Hangars, in denen die Kleinflugzeuge abgestellt waren, nur durch einen einfachen Zaun vor unerlaubtem Zutritt geschützt waren. Darüber hinausgehende Wach- und Sicherheitsvorkehrungen wie sie für militärisches Sperrgebiet Vorschrift sind, gab es seit der Abtrennung vom militärischen Areal des Fliegerhorstes im April 2008 für das seitdem nur noch zivil genutzte und durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BimA) zur Veräußerung vorgesehene Areal nicht mehr. So konnten der oder die Täter unbemerkt über den Zaun steigen, die unverschlossenen Hangars betreten und ihrer kriminellen Energie ungestört freien Lauf lassen. Der oder die Täter öffneten die Tankdeckel der Maschinen, stopften Stofflappen hinein und setzten diese in Brand. Das Kleinflugzeug eines Maisacher Piloten brannte völlig aus. Boehl bezifferte den Gesamtschaden entgegen der polizeilichen Schätzung mit 60.000 Euro. Seiner Aussage nach zeigten sich die Versicherungen in dem einmaligen Fall kulant und sicherten den Eigentümern pro Schadensfall 1.000 Euro zu. Norman Dombo, Sprecher der Bürgerinitiative gegen Fluglärm, und auch der zurzeit Maisachs Bürgermeister Hans Seidl vertretende Roland Müller verurteilten den Brandanschlag. „Ich hoffe, die Täter werden gefasst und bestraft“, so Dombo, der ausschloss, dass es sich bei dem Täter bzw. den Tätern um Mitglieder der Bürgerinitiative handelt. Müller erstaunte der Zeitpunkt des Anschlags. „Es ist doch schon eigentlich alles vorbei, und dann das.“ Er hofft, dass die Angelegenheit schnell aufgeklärt wird, damit vor allem auch sämtliche Spekulationen aufhören. Nachdem schon einmal im Jahre 1995 auf dem Flugplatz in Jesenwang ein oder mehrere Unbekannte gleich zweimal innerhalb von fünf Monaten zuschlugen und ein Flugzeug in gleicher Vorgehensweise in Brand steckten, werden diese Fälle nochmals aufgerollt.

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