Auftaktveranstaltung Netzwerk Schulverpflegung Oberbayern West

Vernünftig, gut und doch lecker essen – das soll Schulverpflegung bieten. Da Schüler angesichts von Ganztagesunterricht oft bis weit in den Nachmittag in den Schulen zubringen, wird die Versorgung dort immer wichtiger. Genau daran setzt die Vernetzungsstelle Schulverpflegung im Freistaat Bayern an. Für den Bereich Oberbayern West wurde das Projekt nun in einer Auftaktveranstaltung mit rund 120 Teilnehmern vorgestellt. Zum Bereich Oberbayern West gehören unter anderem die Landkreise Fürstenfeldbruck, Dachau, Starnberg, Landsberg, Weilheim und Garmisch-Partenkirchen. Eingebunden sind Eltern, Lehrer, Schüler und alle Zulieferer- beziehungsweise Cateringbetriebe.

Dass diese Einrichtung von allerhöchster Ministerebene gefördert wird, nimmt Hans-Jürgen Gulder vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Fürstenfeldbruck als gutes Zeichen. „Die Vernetzungsstelle Schulverpflegung wird einen guten Grundstein für eine gesunde Ernährung an den Schulen bieten. Als Vater eines 16-jährigen Sohnes weiß Gulder, wie schnell essenstechnisch schlechte Gewohnheiten einreißen können. „Man wird schon nervös bei zu viel Ernährung, die man Fast Food nennt“, sagte Gulder auf der Präsentation des Projekts im Veranstaltungsforum. In einem schriftlich vorliegenden Grußwort schloss sich dem Helmut Brunner, Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten an: „Eine einseitige Pizza-Pommes-Pasta-Kost schmälert nicht nur die Konzentrationsfähigkeit, sondern verhindert langfristig die Entwicklung eines gesunden Lebensstils.“ Daher werde die Vernetzungsstelle Schulverpflegung zunächst einmal auf fünf Jahre angelegt sein, wie die bayernweite Koordinatorin Angelika Reiter-Nüssle ankündigte. Sie könne sich aber bereits jetzt durchaus vorstellen, dass die Vernetzungsstellen längerfristig angelegt sind. Zwar gebe es bereits an vielen Schulen positive Zeichen, „doch es gibt auch noch viele Hürden und Vorurteile zu überwinden“, so Reiter-Nüssle. Wie das regional für Oberbayern West funktioniert, erläuterte Sabine Mehring, die für Vernetzungsstelle dieses Bezirks zuständig ist. Man werde alle Essensformen wie Frühstück und Mittagessen im Auge haben. Auch alle Schultypen, nämlich von den allgemein bildenden bis hin zu den beruflichen, würden in dieses Konzept einbezogen. 20 Modellschulen werden schließlich noch in einem speziellen Coachingprojekt gesondert betreut, um weitere Erfahrungen zu sammeln. Dabei gehe es um die Organisation, Akzeptanz und den wirtschaftlichen Einkauf von zeitgemäßer Schulverpflegung. Dies wurde den Teilnehmern der Auftaktveranstaltung auch in drei gut organisierten Foren nahe gebracht. Für weitere Informationen gibt die für Oberbayern West zuständige Sabine Mehring Auskunft unter Telefon 08141/3223-341, Fax 08141/3223-555 oder per E-Mail Sabine.Mehring@aelf-ff.bayern.de. Ab September ist dann auch die Homepage www.schulverpflegung.bayern.de in vollem Umfang zugänglich.

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