Im Auge des Betrachters

Der stellvertretende Landrat Dr. Peter Braun (li.) eröffnete die Kunstausstellung und überreichte die Preise an die siegreichen Künstler Herbert Nauderer (2. von re.) und Benjamin Planitzer (re.). Foto: Metzler

Herbert Nauderer heißt der diesjährige Preisträger des mit 4.000 Euro dotierten Kunstpreises des Landkreises Fürstenfeldbruck. Seine surrealistischen Arbeiten „Wolke 2 nothing personal“ und „Honigmann nothing personal“ wurden aus 365 Arbeiten der 143 Künstlerinnen und Künstler, die sich für heuer bewarben, von einer Fachjury ausgewählt. Den zugleich mit der Eröffnung der 15. Kunstausstellung am vergangenen Freitagabend ebenfalls vergebenen Förderpreis in Höhe von 2.000 Euro erhielt Benjamin Planitzer für seine Arbeit „Eiche archiviert“.

Die alle zwei Jahre stattfindende Ausstellung biete den Künstlern eine Plattform, begrüßte der stellvertretende Landrat Dr. Peter Braun die zahlreich erschienenen Gäste in der Tenne des Veranstaltungsforums Fürstenfeld. Sie biete zugleich den Künstlern die Möglichkeit, sich mit ihren Arbeiten Kunstliebhabern zu präsentieren, Kontakte zu knüpfen, sich untereinander auszutauschen und sich aber auch den kritischen Blicken des Publikums zu stellen, so Braun. Mit der Ausstellung setze der Landkreis den in der Bayerischen Verfassung verankerten Grundsatz, dass Bayern ein Kulturstaat ist, in die Praxis um. Er dankte der Fachjury, Birgit Höppl M.A., stv. Leiterin des Edwin Scharff-Museums und der Städtischen Sammlungen Neu-Ulm, Albert Hien, Professor an der Akademie der Bildenden Künste in München, und Dr. Michael Meuer, Kulturdirektor im Museumspädagogischen Zentrum München, für ihre Entscheidung. Unternehmenskommunikationsdirektor Dirk Hoogen von der Sparkasse Fürstenfeldbruck stellte in einem kurzen Grußwort die Sparkasse als bedeutenden Sponsor der regionalen Kunst- und Kulturszene heraus. Die Sparkasse verstehe ihr kulturelles Engagement als Investition in eine lebenswerte Gegenwart und Zukunft, so Hoogen. So wurde das Preisgeld für den Förderpreis von der Sparkasse übernommen ebenso der zur Kunstausstellung herausgegebene CD-Katalog finanziell unterstützt. Schwierige Entscheidung Von der Leitung des Brucker Stadtmuseums erläuterte Dr. Eva von Seckendorff die Entscheidung der Fachjury und brachte den Besuchern der Eröffnungsveranstaltung die beiden Künstler und ihre Werke ein wenig näher. Während die Entscheidung für den Preisträger des Förderpreises relativ schnell gefallen sei, habe sich die Jury bei der Vergabe des Kunstpreises wesentlich schwieriger getan, berichtete von Seckendorff, da schwergewichtige Alternativen vorhanden waren. Am Ende fiel aber die Entscheidung einstimmig aus, betonte sie. Bei einem Rundgang durch die Ausstellung werde der Besucher feststellen, dass der Landkreis über viele gute Künstlerinnen und Künstler verfüge, so von Seckendorff, auch wenn er nur zwei ausgezeichnet habe. Noch bis Montag Die Kunstausstellung im Erdgeschoss der Tenne des Veranstaltungsforums Fürstenfeld zeigt 48 Werke von 24 Künstlerinnen und Künstlern und ist noch bis Montag, 15. August, jeweils von Montag bis Freitag von 14 Uhr bis 18 Uhr, sowie am Samstag und Sonntag jeweils von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Bereits zum dritten Mal kann der interessierte Besucher der Ausstellung auch die CD zum Preis von fünf Euro erwerben. Sie informiert über den Werdegang und die Ausstellungen der Künstlerinnen und Künstler enthält farbige Abbildungen sowie nähere Angaben zu den Kunstwerken.

Meistgelesene Artikel

Rauschende Ballnacht

Fürstenfeldbruck – Über 550 begeisterte Tänzer haben den Jahreswechsel zusammen mit der Heimatgilde „Die Brucker“ im ausverkauften Stadtsaal …
Rauschende Ballnacht

Mülleimer peppen Stadtbild auf

Fürstenfeldbruck – Schülerunternehmen „Royal Trashmasters“ verschönert in Zusammenarbeit mit der Stadt Abfallbehälter der Innenstadt mit …
Mülleimer peppen Stadtbild auf

Bedrückende Stimmung im Sitzungssaal

Fürstenfeldbruck – Brucks 53-jähriger Oberbürgermeister Klaus Pleil (BBV) ist nach Feststellung einer amtsärztlichen Untersuchung auf Dauer …
Bedrückende Stimmung im Sitzungssaal

Kommentare