Ausbildungsplatz-Vermittlerin für junge Leute im Landratsamt FFB

Das ging seit Februar 2008 geräuschlos über die Bühne: Die erfahrene und allseits beliebte Renate Wolfenstetter übergab ihren nicht leichten Job im Landratsamt jetzt an die Nachfolgerin Katrin Albertshofer, 32, und dies mit der Überzeugung einer guten Regelung.

Freimütig sagt denn auch die neue Vermittlerin in der Landkreis-Arbeits- und Ausbildungsplatzförderung über die fast einjährige Eingewöhnung und Zusammenarbeit „Wir hatten und haben noch immer ein Verhältnis wie Mutter und Tochter.“ Renate Wolfenstetter unterstreicht das intern mit dem Hinweis „Hier soll sich bloß keiner beklagen, denn ich hab’ Dich ja ausgesucht!“ Die von Frau Albertshofer inzwischen gesammelten beruflichen Erfahrungen sind ermutigend. Für sie gab es seither rund 300 Such-Anforderungen, davon 195 Ausbildungsplatz- und 19 Arbeitsstellensuchende. Restliche entfielen auf die Vermittlungsbereiche für Praktika und Auszbildung ab 2009. Insgesamt führten die Gespräche und externen Bemühungen zu 90 gesicherten betrieblichen Vereinbarungen, d.h. Ausbildungs- und Arbeitsplätzen, querbeet durch alle Schulformen und bisherigen Ausbildungsnachweisen. Frau Albertshofer: „Die Arbeit macht mir Spaß und erst recht eine erfolgreiche Rückmeldung. Es macht richtig glücklich, wenn es dann geklappt hat.“ Rückmeldungen sind allerdings nicht die Regel, so dass eine gewisse Dunkelziffer beim eigenen Arbeitsergebnis bleibt. Die selbstbewusste und optimistische Wolfenstetter-Nachfolgerin lässt sich davon jedoch nicht beeinflussen, denn „die Hauptsache dabei ist ja nicht das Bürokratische, sondern dass die jungen Leute Ausbildung oder Arbeit durch uns finden.“ Der Landkreis FFB ist gekennzeichnet durch den Mittelstand, das Handwerk, aber auch durch Arbeitsplätze in den freien Berufen, bei Ärzten, Anwälten, Steuerberatern und weiteren selbständigen Diensten. Es gibt größere und kleinere gewerbliche Ausbildungsunternehmen und Behördeninstitutionen und das ergibt eine gesunde Mischung: Die Sparkasse kann sich dabei sehen lassen, ebenso die VR-Bank im Landkreis FFB. Fast gleichgewichtig bilden Landratsamt und die Große Kreisstadt in Verwaltung und Technik aus, aber auch zahlreiche Handels- und Dienstleistungsunternehmen und fast alle Handwerksbetriebe stellen Ausbildungsplätze. Insgesamt gab es in 2008 aus dem Landkreis 723 an die Arbeits- und Ausbildungsplatzförderung im Landratsamt gemeldete offene Stellen und freie Ausbildungsplätze, für die dann auch überwiegend Zusagen stattfanden. Die externe Zusammenarbeit mit den Lehrbetrieben/Ausbildungsanbietern ist durchweg erfreulich: „Man klopft im Landkreis nicht vergeblich an!“ Bemerkenswert ist die Zunahme der Berufswechsler, wenn der zunächst gewählte Bereich nicht zum Abschluß gebracht wird, weil er sich dann doch nicht „als das Wahre“ herausgestellt hat. Gespräche in der Ausbildungs-/Arbeitsplatzförderung im Landratsamt verlaufen gelegentlich recht unkonventionell, wenn beispielsweise auch Hilfe für andere Lebensbereiche gesucht wird. „Wenn jemand zu einer neuen Ausbildung oder Arbeit auch noch eine Wohnung braucht, weil er zu Hause nicht mehr wohnen möchte.“ Beraten wird natürlich auch, je nach Bedarf, in Form- und Inhaltsfragen bei Bewerbungen und in weiteren Angelegenheiten. Katrin Albertshofer sieht für ihre Beratungsklientel als wichtigste Voraussetzung die Lernbereitschaft. „Es hat einfach Erfolg, wenn man die Lust, aber auch die Ausdauer zum Lernen mitbringt. Damit ist ein Hauptschüler in Ausbildung und Beruf nicht schlechter gestellt als ein Gymnasiast.“

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