Ausdauertraining schützt das Herz im Alter - Kardiologen und Sportlehrer für Bewegung

Sport im Alter ist nicht nur gut für den Körper, auch Kopf und Gemüt werden gefordert und gefördert. Wer sich ausreichend bewegt und seine Muskulatur trainiert, hat gute Aussichten, auch im hohen Alter noch fit und gesund zu sein. Mit diesem Bewusstsein konnten sich die ca. 30 interessierten Besucher nach einem eineinhalbstündigen Vortrag über „Bewegung bei Herz- und Lungenerkrankungen“ wieder auf den Heimweg machen.

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung in der Sportschule Puch referierten die Brucker Kardiologen Dr. Roland Morell und Dr. Martin Seibold zunächst über die Ursachen von Herzerkrankungen und über die Therapien aus medizinischer Sicht im Zusammenhang mit einer Sportausübung. Anschließend gaben der Diplom-Sportwissenschaftler der Sportschule, Tobias Marzin, und der Übungsleiter der Schule, Helmut Kosche, aktuelle Empfehlungen zur Bewegungstherapie und erörterten dazu die praktische Durchführung. So erfuhren die vorwiegend älteren Besucher, dass Sport im Alter möglich, sinnvoll und notwendig ist, sowohl für Wiedereinsteiger als auch für Anfänger. Aber ihnen wurde auch deutlich vor Augen geführt, dass man vor Aufnahme eines Sports über den Zustand seines Körpers Bescheid wissen sollte. Dr. Morell erläuterte die vielen diagnostischen Möglichkeiten, vom einfachen EKG bis hin zur Kombination zwischen einer Ultraschall-Untersuchung und einem Belastungs-EKG oder gar einer Herz-Katheder-Untersuchung, um den Zustand des Herzens festzustellen. Dr. Seibold informierte anschließend über die klassischen Risikofaktoren wie Rauchen, hoher Blutdruck, Fettstoffwechselstörungen, Zuckerkrankheit, Übergewicht, Bewegungsmangel und Stress. Alle diese gefährlichen Faktoren können durch eine vernünftige Sportausübung minimiert werden. Wer regelmäßig und angemessen Sport treibt, wird sich besser fühlen, besser aussehen, besser belastbar sein und eine bessere allgemeine Fitness erreichen. Eine Gesundheitsprüfung empfehlen die Mediziner auf jedem Fall bei Anfängern und Wiedereinsteigern über 35 Jahren und wenn Vorerkrankungen und Beschwerden vorliegen, sowie beim Vorliegen der zuvor erwähnten Risikofaktoren. Man sollte langsam anfangen und die Belastung allmählich steigern, raten die Mediziner. Bei Erkältungskrankheiten oder anderen akuten Erkrankungen sollte man besser eine Sportpause einlegen. Nach den Vorträgen der Kardiologen übernahm Tobias Marzin den theoretischen Teil über Bewegungstherapien bei Herz- und Kreislauferkrankungen. Danach erläuterte der ausgebildete Übungsleiter für den „Herzsport“ des Bayerischen Landessportverbandes, Helmut Kosche, die praktische Durchführung von Übungs- und Trainingsgruppen an der Sportschule. „Ausdauertraining ist das beste Mittel, um das Adrenalin abzubauen, was durch Stress aufgebaut wurde“ Mit diesem Satz beendete der erfahrene Sportlehrer den Info-Abend.

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