Ausstellung des Bildkünstlers Johannes Simon - Mit Fotos von Angela Merkel, Boris Becker und Max Mannheimer

Johannes Simon mit dem „Lichtbildner“ Boris Becker beim „Relaunch des Becker-TV / München“, 2010. Foto: Johannes Simon

Eigentlich ist Johannes Simon jetzt mit seiner Familie im Pfarrhaus von Penzing/Lkr. Landsberg a.Lech zu Hause, hat aber seine künstlerische Heimat 2010 wieder im Gröbenzeller Atelier entdeckt. Eigentlich ist der jetzt so ländlich Verwurzelte aber Kosmopolit, denn seine ebenso überraschenden wie menschlich berührenden Fotobilder stammen aus Amstetten/NÖ ebenso wie aus Istanbul, aus dem Passauer Pressehaus ebenso wie aus dem Vatikan.

Die Auswahl-Ausstellung im Bürgerhaus auf Einladung der Gemeinde Gröbenzell zeigt Fotos mit und über Angela Merkel 2008, Christoph Schlingensief 2010, Thomas Gottschalk 2009, Boris Becker 2010, Franz Müntefering 2008, Max Mannheimer 2009, den Tsunami in Thailand 2004/5, eine Wiesn-Impression von 2009, aber auch nur zwei verschleierte Frauen mit Handy vor der Hagia Sophia 2009. Die Bilder sprechen Bände, weil die Personen und Verhältnisse im richtigen Moment eingefangen sind und Interpretationen ermöglichen. Schon das Foto mit der auf dem Unterarm von Max Mannheimer freigelegten und noch immer vollständig erhaltenen KZ-Nummer aus Dachau ist die „Geschichte einer Erschütterung“, wie Christian Krügel, SZ-Kulturregionalleiter, in einer glänzenden Laudatio anlässlich der Vernissage beschrieb. Er nannte die Arbeit des Fotokünstlers und Zeitbildberichterstatters Simon „eine journalistische Herausforderung“. Eine Tätigkeit von hoher emotionaler Intensität, eine Tätigkeit, die alles ist - nur nicht langweilig. Johannes Simon, zu Weihnachten 1960 in München geboren, studierte ab 1980 - mit Unterbrechung - Kunstgeschichte in München und Heidelberg, mit den Nebenfächern Philosophie und Mittelalter-Latein und dem Abschluß eines Magister Artium (M.A.) im Fach Kunstgeschichte. Ein Zwischenstudium galt 1984 bis 1989 der Malerei und Graphik an der Staatl. Kunstakademie Karlsruhe, mit Diplom-Abschluß. 1993 erhielt Johannes Simon den Kunstpreis des Landkreises Fürstenfeld-bruck; 1993/94 war er Vorsitzender der Künstlervereinigung FFB. Seine Tätigkeit als Pressefotograf für lokale Zeitungen begann bereits 1992, ab 1998 zusätzlich für die Nachrichtenagentur DDP, der er ab 2000 als Vollzeitfotograf angehörte. 2007/8 folgte eine Festanstellung bei der intern. Getty Images Fotoagentur. Die Einsätze im Ausland umfassten die Kriegsereignisse in Bosnien und Kosovo, den Terroranschlag in Madrid, Filmfestspiele in Cannes, Olympische Spiele, Fußball-WM und -EM. Seit 2008 ist Johannes Simon als freier Auftragsfotograf tätig. Sukzessive umfassen seine Arbeiten auch wieder die Malerei. Als Vorbilder sieht er hier seinen Vater, den Kunstmaler Erwin Schott, aber auch den Großvater Geo Schott, der zu den Landschaftsmalern der Münchner Schule gerechnet wird. Johannes Simon „Im Focus“, Fotoausstellung im Gröbenzeller Bürgerhaus, bis 12. Dez., Di 17-20 Uhr, Do 15-18 Uhr, Fr 10-12 u. 15-18 Uhr, Sa/So 14-18 Uhr. Internet: www.jo-simon.com oder www.johannes-simon-art.de

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