Vorstellung der aktuellen Baumaßnahmen sowie Planungen des Staatlichen Bauamtes Freising für den Landkreis im LRA

Das weitere Schicksal der Amperbrücke 

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Das Schicksal der Amperbrücke entscheidet sich in den nächsten Wochen. Dazu unternahm das Staatl. Bauamt Freising am 18. Juli Untersuchungen an der Brücke vor.

Fürstenfeldbruck – Das Schicksal der Amperbrücke stand auch bei der Vorstellung der aktuellen Baumaßnahmen sowie der Planungen des Staatlichen Bauamtes Freising für den Bereich des Landkreises Fürstenfeldbruck am 17. Juli im Brucker Landratsamt im Mittelpunkt. Beim jährlichen Austausch mit Landrat Thomas Karmasin informierte der Leiter des Bauamtes, Fachbereich Straßenbau, Peter Weywadel, auch über abgeschlossene bzw. geplante Baumaßnahmen.

 Das bestehende 105 Jahre alte Brückenbauwerk über die Amper weist einen schlechten Erhaltungszustand auf, berichtete Michael Neupert, der für den Landkreis zuständige Abteilungsleiter des Bauamtes. Es müssen daher in absehbarer Zeit Maßnahmen ergriffen werden, um die Verkehrssicherheit der Brücke weiter gewährleisten zu können. Das Staatliche Bauamt geht davon aus, dass eine wirtschaftliche Sanierung der Amperbrücke (Kosten: 500.000 Euro) nicht mehr möglich ist. Um der Sache im wahrsten Sinne des Wortes auf den Grund zu gehen, wurde am 18. Juli, eigens eine Bauwerksprüfung durchgeführt, bei der auch die bestehende Spritzbetonschale entfernt wurde, um ggf. darunterliegende, substanzielle Schäden freizulegen.

 Sollte sich bestätigen, dass die Brücke nicht mehr wirtschaftlich saniert werden kann, ist eine neue Brücke (Kosten: zwei bis 2,5 Millionen Euro) unumgänglich, um die Verkehrsfunktion der darüber führenden Bundesstraße zwei (B 2) aufrechterhalten zu können. Das Ergebnis der Untersuchung soll im September/Oktober vorliegen. Eine weitergehende Tonnagebeschränkung stelle, insbesondere im Hinblick auf den öffentlichen Busverkehr keine realistische Option dar. „Wir würden das Problem nur in die Zukunft verlagern“, ergänzte Weywadel. „In fünf, maximal zehn Jahren stünden wir vor dem gleichen Problem.“ Der Versuch der Kreisstadt, die Brücke unter Denkmalschutz stellen zu lassen, wird das Straßenbauamt in seinen Neubau-Vorhaben nicht wirklich beeinflussen.

Selbst bei einer unter Denkmalschutz stehenden Brücke bliebe die Verkehrssicherungspflicht beim Straßenbauamt, betonte Weywadel und nannte als Beispiel die Isarbrücke bei Grünwald, die letztlich auch erneuert wurde. Nachdem eine neue Brücke zwingend den technischen Vorgaben des Bundes entsprechen muss, wird die Brücke künftig für den Schwerlastverkehr uneingeschränkt nutzbar sein. Diese Tatsache hat bei der Brucker Bevölkerung und ihren politischen Vertretern die Befürchtungen und Widerstand geweckt, dass infolge der Traglasterhöhung der Schwerverkehr künftig ungehindert über die Brucker Hauptstraße fließen wird. Um diese Bedenken zu zerstreuen, ist das Bauamt bemüht, im Vorfeld der Baumaßnahme mit den zuständigen Straßenverkehrsbehörden zu klären, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Sperrung der Ortsdurchfahrt für den Schwerverkehr auch nach der Erneuerung der Brücke möglich ist. Nach derzeitiger Einschätzung ist ein Baubeginn nicht vor 2019 zu erwarten. 

Die Erneuerung der Überackerstraße in Maisach (Kosten 740.000 Euro) soll bis Ende Oktober fertiggestellt sein, berichtete Neupert von den heuer noch abgeschlossenen Baumaßnahmen. Dazu zählt auch der Umbau der Kreuzung Hauptstraße/Überackerstraße zum Kreisverkehr (Kosten: 360.000 Euro). Auch der Unfallschwerpunkt auf der Staatsstraße 2068 am Abzweig Nebel soll im Oktober durch einen Linksabbiegestreifen beseitigt werden. Die von den Gemeinden Olching und Emmering geforderte Baumaßnahme zur Umfahrung Olchings liegt weiterhin auf Eis. Hier steht noch eine Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes aus. Für die südliche Umfahrung von Maisach, die Teil eines Gesamtkonzeptes für die Nachfolgenutzung des Fliegerhorstes ist, fehlt weiterhin die Verkehrsfreigabe. Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit soll auch die Kreuzung in Puch (Kaisersäule) zu einem Kreisverkehr umgebaut werden. Auf Grund von Schwierigkeiten beim Grunderwerb muss wohl ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden. Mit einem Baubeginn sei daher vor 2016 nicht zu rechnen. Ein Kreisverkehr soll 2015 an der unfallträchtigen Kreuzung bei Lindach und der Straße zum Gewerbegebiet Hasenheide entstehen. 

Dieter Metzler

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