Bayerisches Fernsehen zeigt in Capriccio die neueste Jexhof-Sonderausstellung

Ein Amulettschränkchen mit Exponaten aus der Antike bis ins 18. Jahrhundert.

Das Bayerische Fernsehen zeigt am Donnerstag, 12. Januar 2012, in der Sendung "Capriccio" ab 22.30 Uhr einen Beitrag über die aktuelle Sonderausstellung "Magie - Frömmigkeit -Aberglaube. Der Blick hinter die Dinge" am Bauernhofmuseum Jexhof.Die Sonderausstellung ist täglich von 13 bis 17 Uhr (montags Ruhetag) noch bis zum 29. Januar 2012 zu sehen. Die Ausstellung hat mit christlichem Glauben, althergebrachten, unausrottbarem Aberglauben und vermuteten Glücksbringern am Jahreswechsel zu tun. Die Sonderausstellung „Magie-Frömmigkeit-Aberglauben“ hat jetzt im Jexhof erst ihre 3. Station nach Vorläufern in Göppingen u. Naichen-Krumbach.

Sie ist Bestandteil der privaten Sammlung ARTEFAKT und wird kuratiert von den Volkskundlern Dr. Claudia Preis, Kloster Holzen, und Dr. Stephan Bachter. Naheliegend, dass der „Esoterikmarkt viele Angebote bereithält, um die Bedürfnisse nach Liebe/Beliebtheit, Gesundheit und Reichtum zu bedienen …“ Aber die Jexhof-Ausstellung bietet auch zahlreiche „Zeichen der Frömmigkeit“: Devotionalien, Votivtafeln, der Wallfahrt und Anbetung aus dem christlichen Glaubens- und Verehrungsverständnis. So ein Marienbild des unbefleckten Herzens, von sieben Schwertern durchbohrt. Der „Gute-Nacht-Segen“ bei einem eingeschlafenen Kind mit seinem Schutzengel und einer Vorleserin hält alles bereit, was die Kirche ihren Gläubigen seit Jahrhunderten vermittel: „An Gottes Segen ist alles gelegen.“ Aberglauben in reinster Form drücken dagegen „wundertätige Medaillen“ aus, in einer umfassenden Sammlung ab 1830. Selbst die Einladung zur 2. Deutschen Reichslotterie 1921 wird gekennzeichnet von einem Marienkäfer-Glücksbringer. Und hunderte von Postkarten zum Jahreswechsel, geschrieben mit der Maßgabe „Bringt Glück!“, kennzeichnen diese Sammlung als wahre Fundgrube der Glückseligkeit. Eine Tür zwischen Scheune und Stall, bestückt mit zahlreichen Abwehrmitteln wie Knöchelchen und Tierpfoten und anderes mehr, wird zum gedachten Hindernis für Krankheiten, Seuchen und böse Geister. Eine Fotogalerie zeigt drei so genannte „Hexenbanner“ aus Schleswig-Holstein, Oberbayern und dem Schwarzwald. Letzterer war mit seinen Utensilien noch bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts unterwegs. „Krabat“, ein tschechisch-deutscher Zeichentrickfilm von 1977 nach dem Roman von Otfried Preußler, zeigt Unheimliches und Untaten in einer abgelegenen Mühle. Ein Amulettkästchen mit 64 Amuletten von der Antike bis ins 18. Jh., besetzt das Fach „Amulett und Talisman“. Der Gelehrte Martinus Fridericus Blumler schrieb hierüber schon 1710 „Amulett ist alles das, was sich die Menschen um den Hals oder an irgend einem anderen Körperteil anhängen … um Krankheiten zu vertreiben, die körperliche Verfassung zu kräftigen oder anderes zu gewinnen …“ Womit man wieder bei der schwarzen Katze von links wäre, bei der Bernsteinkette für zahnende Kinder oder dem Bleigießen in der Silvesternacht. Die Jexhof-Sonderausstellung „Magie-Frömmigkeit-Aberglauben“ ist täglich von 13 bis 17 Uhr geöffnet (montags Ruhetag, außer an Feiertagen). Infos über die Museumsverwaltung im Landratsamt: Tel. 08141-519-205 oder im Internet unter www.jexhof.de

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