Öffentliche Informationsveranstaltung mit Landrat Karmasin setzte auch Nachbarn und alle am Verfahren Beteiligten  in Kenntnis 

Neue Berufschule für fast 40 Mio Euro

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So soll die neue Berufsschule mal aussehen

Fürstenfeldbruck – Die Gebäude der Berufsschule in der Hans-Sachs-Straße in Fürstenfeldbruck, bestehend aus einem Hauptgebäude und vier Werkstattgebäuden wurde vor 60 Jahren errichtet und in den Jahren 1979 bis 1983 erweitert. Im Oktober 2013 beschloss der Kreistag einen Neubau der Berufsschule am bisherigen Standort, nachdem die Gebäude in vielerlei Hinsicht nicht mehr den Anforderungen an ein zeitgemäßes Schulgebäude entsprachen und eine Sanierung unwirtschaftlich gewesen wäre. Die Gesamtkosten des Neubaus belaufen sich auf 36 bis 40 Millionen Euro.

 Am 19. Mai luden Landrat Thomas Karmasin und alle am Verfahren Beteiligten insbesondere die Nachbarn, zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung zum geplanten Neubau der Berufsschule in den großen Sitzungssaal ins Landratsamt ein. Die Neuplanung der Berufsschule sieht ein Gebäude mit drei kompakt aneinander gesetzten Baukörpern entlang der Hans-Sachs-Straße vor, stellte zunächst Architekt Franz Balda das Bauprojekt vor. Die modernen Unterrichtsformen können auf diese Weise ideal umgesetzt werden, weil die jeweiligen Fachschaften speziell angepasste Raumgrößen bekommen und die internen Verbindungswege aufeinander angestimmt und kurz sind. Das Bauvorhaben soll in zwei Bauabschnitten realisiert werden. Hierfür ist ein Interimsgebäude (Container) neben der Turnhalle der Realschule erforderlich, welches zuerst errichtet wird, damit der Schulbetrieb während der Bauarbeiten fortgesetzt werden kann.

Sie stellten das Bauprojekt neue Berufsschule vor (v. li.): Axel Schuhn (Kreisbauamt), Franz Balda (Architekt), Landrat Thomas Karmasin, Dr. Ines Roellecke (Büro LR), Günter Sigl (Referatsleiter Schulen), Andreas Schnödt (Stadtverwaltung)

 Im Herbst 2016 sollen die Planungen und die Nutzungsaufnahme des Interimsgebäudes so weit vorangekommen sein, dass ein Teil des Bestandes abgerissen werden kann. Dadurch kann ein großer Bereich des Neubaus in einem Zug gebaut werden. Einige Werkstätten, für die es keine Auslagerungsmöglichkeiten gibt (Metalltechnik und Kfz), können dann bereits in den Neubau umziehen. Danach wird ein weiterer Teil des Altbestands entfernt, so dass der zweite und letzte Baukörper errichtet werden kann. Die Nutzungsaufnahme des zweiten Bauabschnitts ist für Ende 2020 geplant. Mit der Fertigstellung der Außenanlagen und dem Abriss der letzten Bestandsgebäude ist dann voraussichtlich 2021 zu rechnen. Dieser kompakte Entwurf ermöglicht die Errichtung eines Grünzugs zwischen der Ferdinand-von-Miller Realschule und der Berufsschule. Bisher konnte der parkähnliche Charakter zwischen den beiden Schulen nur vom Stockmeierweg aus wahrgenommen werden. Mit der Neugestaltung der Außenanlage wird die Grünfläche wesentlich erweitert. 

Gleichzeitig wird auf diese Weise eine „güne Verbindung“ zwischen dem Wittelsbacher Platz und dem Stockmeierweg für Fußgänger hergestellt. Im Zuge der Planung wurde auch die Stellplatzsituation an der Schule überarbeitet. Zurzeit stehen insgesamt 34 Stellplätze zur Verfügung. Für den Neubau der Berufsschule werden, unter Berücksichtigung eines eingeholten Verkehrsgutachtens, zusätzlich 48 Stellplätze geschaffen. Trotz der Erhöhung der Anzahl an Parkplätzen auf 83 stellte die Parkplatzsituation den einzigen Kritikpunkt unter den wenigen Besuchern der Info-Veranstaltung dar. Der Referatsleiter für Schulen, Sport und Kultur im Landratsamt, Günter Sigl, erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass sich die Schülerzahlen nicht erhöhen, sondern gleichbleiben und somit die Situation eher verbessern würde, und Axel Schuhn vom Kreisbauamt meinte, dass man sich an die Bauvorschriften gehalten habe.

 Dieter Metzler

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