Am 26. Juli wurden in FFB 378 Schülerinnen/Schüler aus allen 14 Berufen, die die Berufsschule vertritt, verabschiedet - Ehrung der Besten

Abschlussfeier der Berufsschule

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Sie sind die Besten der Besten mit der Traumnote 1,0. Neben einer Urkunde erhielten sie einen Geldpreis. Mit auf dem Foto auch der beste Absolvent der Flüchtlingsklasse (2. v. li.). Schulleiterin Andrea Reuß (li.), die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler (re.), daneben Kreishandwerksmeister Harald Volkwein und Kreis-Wirtschaftsreferent Johann Stürzer.

Fürstenfeldbruck – Bei der Abschlussfeier der Berufsschule Fürstenfeldbruck wurden am 26. Juli 378 Schülerinnen und Schüler aus allen 14 Berufen, die an der Schule ausgebildet werden, in der Aula des Graf-Rasso-Gymnasiums verabschiedet. 335 Absolventen beendeten die Berufsschule mit Erfolg, das sind knapp 90 Prozent. Darüber hinaus beendeten 17 Schülerinnen und Schüler die Berufsintegrationsklasse, 15 mit Erfolg, fünf haben nach nur zwei Jahren Unterricht sogar den Quali bestanden.

 Neben der Zeugnis-Ausgabe zählte die Auszeichnung der Besten und Verleihung der Staatspreise zum Höhepunkt der Schulabschlussfeier. 44 Schülerinnen und Schüler erhielten im Namen des Regierungspräsidenten von Oberbayern für ihre besonderen schulischen Leistungen eine Urkunde (11 Prozent). Die acht Besten durften zusätzlich einen Geldpreis in Empfang nehmen. Parallel dazu ehrte die Berufsschule die 17 besten Schüler im jeweiligen Ausbildungsberuf sowie den besten Schüler der Flüchtlingsklasse.

Die Preisverleihung übernahmen die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler (CSU), Kreishandwerksmeister Harald Volkwein, die beide ein Grußwort sprachen, und Kreistagsreferent für Wirtschaftsförderung und Arbeit, Johann Stürzer. Für die musikalische Begleitung sorgten Schülerin Özge Beslen mit ihrem Begleiter an der Gitarre Alex Mamach sowie die Lehrerband der Schule mit Schüler Cajon Abou am Cajon. „Auf den ersten Blick scheint die Feier einen Bruch zu haben, denn die einen stehen am Ende ihrer Ausbildung und die anderen am Anfang“, begrüßte die Leiterin der Staatlichen Berufsschule, Oberstudiendirektorin Andrea Reuß neben den Absolventen Lehrkräfte, Ausbilder sowie zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Vertreter der berufsständischen Organisationen. Sie dokumentierten mit ihrer Anwesenheit auch, wie wichtig ihnen die Berufsschule ist, so Reuß. „Ich lade Sie deshalb zu einem Perspektivwechsel ein. Wo ist die Verbindung zwischen unseren Flüchtlingen und unseren Absolventen?“ Schwer beeindruckt habe sie die Aussagen von Schülern der Flüchtlingsklassen bei einem Austausch mit Schülern aus den Fachklassen.

Auf die Frage, was den Flüchtlingen an Deutschland gefalle, sagten sie: die Achtung der Grundrechte, die Freiheiten, die jeder einzelne hat, die Sozialversicherungen und das friedliche Zusammenleben von 80 Millionen Menschen auf so engem Raum. „Da wurde es plötzlich still im Raum“, erzählte Reuß. „Ich konnte spüren, dass unsere Fachschüler peinlich berührt waren, weil wir das alles als selbstverständlich erachten. Und jetzt frage ich Sie: Ist ab und zu ein solcher Perspektivwechsel nicht wichtig? Denkt man nicht viel zu selten über die Werte nach, auf denen unser Gemeinwesen basiert?“ „Was du für den Gipfel hältst, ist nur eine Stufe“, gab Reuß den Absolventen ein Zitat des römischen Philosophen Seneca mit auf den Weg. Oder wie Nelson Mandela es ausdrückte: „Ich habe das Geheimnis entdeckt. Nach Besteigen eines großen Berges stellst du fest, dass rings umher viele weitere Berge zu besteigen sind. Ich habe für einen Augenblick eine Rast eingelegt, um einen Blick auf die glorreiche Aussicht um mich herum zu werfen, um auf die Wegstrecke zurückzuschauen, die ich heraufgekommen bin. Und ich wage nicht länger zu verweilen, denn mein langer Weg ist noch nicht zu Ende.“

 Die meisten Absolventen kommen aus dem Bereich Einzelhandel (58), gefolgt von den Medizinischen Fachangestellten (49). Die weitere Reihenfolge: Fachinformatiker (42), Groß- und Einzelhandel (37), Zahnmedizinische Fachangestellte (36), Bürokaufleute mit neuem Beruf Kaufleute für Büromanagement (32 + 11), Friseure (27), Steuerfachangestellte (25), IT-Systemkaufleute (21), Kfz-Mechatroniker (12), Energie- und Gebäudetechnik (11) und Feinmechaniker (2). Mit der Traumnote 1,0 beendeten Thomas Böck (Elektroniker), Sandra Bösl (Industriekauffrau), Katrin Meisburger (Steuerfachangestellte) Tirza Maria Mühlbauer (Kauffrau für Büromanagement), Ramona Mutke (Kauffrau für Groß- und Einzelhandel), Jennifer Ried (Kauffrau für Büromanagement), Sylvia Riesemann (Medizinische Fachangestellte) und Monika Stangl (Medizinische Fachangestellte) ihre Schulausbildung.

Dieter Metzler

 

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