Die besten Chancen

Besichtigung des Betriebes: Ministerin Christine Haderthauer und CEWE-Chef Stephan Reinhold (vorne), dahinter 2. Bürgermeister Wolfgang Andre und Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet. Foto: Metzler

Anlässlich des „Bayerischen Tages der Ausbildung“ hat Bayerns Arbeitsministerin Christine Hader-thauer gemeinsam mit Landtagsvizepräsidenten Reinhold Bocklet das Germeringer Unternehmen CEWE Color AG & Co. OHG besucht. Im Mittelpunkt standen dabei die innovativen Ausbildungsplätze und die Einweihung der neuen Produktionsstätte „Großformatdruck“.

Mit ihren Besuchen würdigt die Arbeitsministerin Beispiele gelungener Ausbildungsbemühungen. Mit einer Jugendarbeitslosigkeit von nur 3,9 Prozent haben junge Menschen in Bayern europaweit die besten Perspektiven, sagte Haderthauer. „Während bei unseren europäischen Nachbarn die Jugendarbeitslosigkeit teilweise bis zu 50 Prozent beträgt, besitzen die Jugendlichen in Bayern die besten Chancen für einen gelingenden Start ins Berufsleben“, dankte Haderthauer dem Geschäftsführer von CEWE Color, Stephan Reinhold, für das Verantwortungsbewusstsein seines Unternehmens. Man investiere gerade auch im Hinblick auf den Fachkräftemangel in die Zukunft, wenn man ausbilde, so die Ministerin. Insgesamt gebe es 327 Ausbildungsberufe, sagte Reinhold beim gemeinsamen Eingangsgespräch, an dem auch Mitarbeiter des Betriebs teilnahmen, doch 80 Prozent der Berufsanfänger stürzten sich auf die ersten zehn in dieser Liste. Erfreulich sei jedoch festzustellen, dass in der Ausbildung die Schulen wieder mehr Wert auf die Allgemeinbildung legen. Auch der Landkreis werde zukünftig dazu beitragen, berichtete Reinhold von der Gründung der Azubi-Akademie. Viele Berufsbilder seien bei den jungen Menschen nicht bekannt, pflichtete Haderthauer dem CEWE-Geschäftsführer bei, insbesondere bei den Mädchen. Daneben möchte die Ministerin mit der Berufsorientierungsveranstaltung „Berufsbildung 2012“ unter dem Motto „Find heraus, was in dir steckt“ alle motivieren, ihren Traumberuf zu finden. Denn es sei ihr sehr wichtig, so Haderthauer, dass kein junger Mensch verloren gehe. Deshalb dankte sie den Betrieben in Bayern, die sich jedes Jahr erneut der Jugendlichen annehmen und sie zu einem Berufsabschluss bringen. Als Fotoanbieter meisterte CEWE den Übergang von der Schwarzweiß- zur Farbfotografie genauso wie den Wandel von der analogen zur digitalen Fotografie. Zur großen Erfolgsgeschichte avancierte das CEWE Fotobuch. Mit mehr als 15 Millionen Exemplaren ist es heute das beliebteste Fotobuch in Europa. Mit 13 Produktionsstandorten und rund 3100 Beschäftigten in 24 europäischen Ländern ist CEWE europaweit präsent. Als größter europäischer Fotodienstleister entwickelte und verkaufte CEWE im Jahr 2011 rund 2,5 Milliarden Fotos sowie über 5,1 Millionen Exemplare des CEWE Fotobuchs. Bei der Vorstellung des Germeringer Unternehmens mit 220 Mitarbeitern und derzeit 16 Auszubildenden berichtete Reinhold aber auch über die Probleme, die sich für das Unternehmen durch die Umstellung von der analogen zur digitalen Fotografie ergeben haben. „Wir haben in vergangenen neun Jahren insgesamt sechs Transformationsprozesse durchgemacht“, sagte Stephan Reinhold nicht ohne Stolz und lobte das große Engagement seiner Mitarbeiter. „Wir sind Marktführer in Europa, aber diesen Platz müssen wir uns immer wieder hart erarbeiten.“ In diesem Zusammenhang bat Reinhold die Ministerin, nicht nachzulassen in den Bemühungen, den Ausbau schneller Datennetze vor allem in den ländlichen Bereichen voranzutreiben, die beispielsweise in Teilen des Brucker Landkreises immer noch nicht optimal seien. Beim abschließenden Rundgang durch das Unternehmen gab Arbeitsministerin Christine Haderthauer zusammen mit Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet und Germerings zweitem Bürgermeister Wolfgang Andre den symbolischen Startschuss für die neue Produktionsstätte zur Herstellung von großformatigem Druckerzeugnissen, in dem sie ein weißblaues Band durchschnitten.

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