10 000 Besucher beim Oldtimer-Treffen am Flugplatz Jesenwang – Ein letztes Mal zeigte sich Max Walch, im Rollstuhl sitzend, der Öffentlichkeit

Das Oldtimertreffen zog auch heuer wieder Tausende Besucher in den Bann. Alle Fotos: Dieter Metzler

Der letzte Tag der Münchner Wiesn stellte auch heuer keine Konkurrenz für das inzwischen 14. Oldtimer-Treffen auf dem Flugplatz in Jesenwang am 3. Oktober, dem „Tag der Einheit“ dar. Aus allen Himmelsrichtungen strömten Jung und Alt herbei, um die Schnauferl und Vehikel längst vergangener Tage zu bewundern. Rund 10.000 Besucher tummelten sich den Tag über bei herrlichem Sonnenschein auf dem Flugplatz von Max Walch. Knapp 1.000 Aussteller präsentierten Autos, Motorräder, und vor allem Traktoren und natürlich auch etliche historische Flugzeuge. Zum Höhepunkt des Tages zählte der Überflug der legendären „Tante Ju“, der dreimotorigen Junkers Ju aus dem Jahre 1932.

Natürlich gab es auch diesmal wieder echte Raritäten auf dem Gelände zu bewundern. So zum Beispiel den erfolgreichsten Sportwagen in der Klasse unter 2.000 Kubik aus den 30-ziger Jahren des letzten Jahrhunderts, einen MG K3, sechs Zylinder Kompressor. Der Flitzer gewann die „Grand Prix“ von Deutschland, England, Italien, Schweiz, Frankreich, Belgien und den USA. Oder einen Lanz Bulldog mit 25 PS mit der Besonderheit eines Glühkopfs aus der Türkei im Originalzustand aus dem Jahre 1951 von Peter Koos aus Landsberg. Der 82-jährige Flugplatzbesitzer des Familienunternehmens, Max Walch, der aus gesundheitlichen Gründen sowohl die Geschäftsführung des Flugplatzes an seinen Sohn Max Walch Junior als auch das Amt des Präsidenten des am Flugplatz ansässigen Vereins „pro Luftfahrt“ an Andreas Isenberg vor längerer Zeit schon übergeben hatte, freute sich über die großartige Resonanz der Veranstaltung. Der seit einem Schlaganfall im Rollstuhl sitzende Walch ließ es sich aber nicht nehmen, ein letztes Mal in der Öffentlichkeit aufzutreten, um allen an der Veranstaltung mitwirkenden Helfern zu danken. Mit bewegenden Worten verabschiedete sich anschließend Walch Senior zugleich von den vielen Besuchern: „Ich werde nächstes Jahr nicht mehr dabei sein. Meine Zeit läuft ab.“ „Wir sind stolz darauf, dass wir diesmal wieder, wenn auch eingeschränkt, Flugbetrieb dabei haben“, berichtete Andreas Isenberg. Im vergangenen Jahr hatte die Veranstaltung auf jegliche Flugbewegungen aufgrund der jüngsten Unfälle bei Flugschauen verzichten müssen. „Doch wir haben die Sicherheitsvorkehrungen erhöht und haben so die Genehmigung erhalten. Es gibt zwar keine Flugvorführungen, aber Vorbeiflüge, und in einem extra gesicherten Außenbereich sind für die Besucher Rundflüge mit einem Hubschrauber möglich“, informierte Isenberg. „Allein ein Flugzeug in der Luft begeistert die Menschen schon“, freute sich auch Max Walch Junior über die vielen Besucher. „Die Veranstaltung ist eine Bereicherung für den gesamten Landkreis“, so Walch. .Und sie sei ein echtes Alternativangebot zur Wiesn. „Hier können die Familien mit Kind und Kegel herkommen ohne arm zu werden“, erinnerte Walch daran, dass auch kein Eintritt verlangt wurde. Lediglich zwei Euro Parkgebühren mussten entrichtet werden. „Das Geld erhält 1:1 die Jesenwanger Feuerwehr“, informierte Isenberg, die dafür den großen Verkehrsstrom auf die zu Parkplätzen umfunktionierten umliegenden Wiesen dirigierte. Großes Lob erhielten aber auch die Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf und die Polizei von den beiden Veranstaltern für ihre Unterstützung. Als ihr „gemeinsames Kind“ bezeichneten Max Walch Junior und Andreas Isenberg, die seit Jahren in Kooperation initiierte Veranstaltung. Beide zeigten sich einmal mehr überwältigt von dem großartigen Erfolg des Oldtimertreffens. „Obwohl wir die Werbung reduziert und uns mehr aufs Internet beschränkt haben, kamen die Menschen wieder in Scharen herbei. Die Veranstaltung hat sich längst zu einem Selbstläufer entwickelt.“

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