Biedenkopf gratulierte zum 20jährigen Jubiläum der Kester-Haeusler-Stiftung

Die Große Kreisstadt Fürstenfeldbruck erwies der 20 Jahre jungen Kester-Haeusler-Stiftung (KHS) die ihrem hohen Ansehen in der ganzen Bundesrepublik absolut angemessene Ehre: Gleich acht Redner, darunter der ehemalige sächsische Ministerpräsident Professor Kurt Biedenkopf und der bayerische Staatsminister Thomas Goppel, ergriffen im Brucker Stadtsaal das Wort...

Erstmals in der Funktion als frisch gewählter Vizepräsident des Bayerischen Landtags war auch Landtagsabgeordneter und ehemaliger Staatsminister Reinhold Bocklet zusammen mit seiner Gattin als Gast bei dem Stiftungsjubiläum anwesend. Aber auch die musikalische Umrahmung der Festveranstaltung durch Stücke des wieder neu entdeckten Komponisten Emanuel Moór (1863 – 1931), eigentlich eine „zweite Uraufführung“, unterstrich den besonderen Charakter der Festveranstaltung. Handelt es sich bei Moór nach dem Urteil des Musikkritikers von Bayern-4-Klassik doch um ein „fast vergessenes Genie“. Stiftungsvorsitzender Professor Volker Thieler erinnerte in seiner Begrüßung der Festgäste an die Stiftungsgründung am 27. Oktober 1988 durch die Schwestern Gabriele und Miriam Haeusler. Sie gründeten die Stiftung zur Erinnerung an ihre Eltern, Generalmajor Caspar Haeusler, Reichstagsmitglied von 1907 bis 1918, und dessen Ehefrau Therese, geborene Kester. Oberbürgermeister Sepp Kellerer lobte die Arbeit der Stiftung, weil „dadurch die Stadt in den kulturellen und wissenschaftlichen Focus gerückt worden“ sei, nicht nur in der Region, sondern auch im Land. Kellerer bat die beiden Stiftungsvorsitzenden Thieler und Hermann Nehlsen und den Festredner Kurt Biedenkopf zum Eintrag in das Goldene Buch der Stadt und bedankte sich außerdem bei Stiftungsgeschäftsführer Nikolaus Turner mit einem Geschenkkorb für dessen umsichtige und ideenreiche Geschäftsführung. Dr. Dominik Freiherr von König vom Bundesverband deutscher Stiftungen verwies in seinem Grußwort auf das breite Themenspektrum der KHS in Forschung, Wissenschaft, Kunst, Literatur, Gegenwartsgeschichte und Musik. Der Beiratsvorsitzende des Verbandes „Stifterland Bayern“ urteilte über die KHS: „Die gute Tat der Stifterinnen hat nach 20 Jahren ein hervorragendes Profil erhalten“. Landrat Thomas Karmasin ernannte die Stiftung zur „Botschafterin unseres Landkreises in Sachen Kultur und Wissenschaft“. Mit ihrem Engagement sei die KHS ein „Wegweiser für die Gesellschaft“. Voll des Lobes zeigte sich auch der Regierungspräsident von Oberbayern, Christoph Hillenbrand, von Amts wegen auch Chef der Stiftungsaufsicht des Regierungsbezirks. Mit der Stiftungsgründung hätten die beiden Haeuslerschwestern Erich Kästners Bonmot „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ beherzigt. Die 20-jährige Arbeit des Stiftungsvorstandes und des Geschäftsführers bilde ein „ausgezeichnetes Fundament für noch Jahrhunderte dauernde Tätigkeiten der Stiftung“. Professor Nehlsen fasste die breite Palette der Aktivitäten der Stiftung zusammen und hob hervor, die Kester-Haeusler-Stiftung sei die „einzige Stiftung in Bayern, die sich für breite operative Aufgaben entschieden“ habe. „Sehr beeindruckt“ zeigte sich schließlich Ministerpräsident a. D. Kurt Biedenkopf von der Fülle und der Bandbreite der Aufgaben, denen sich die Brucker Stiftung widme. Themen der Gesellschaft Die Themen der KHS seien gleichzeitig die Themen der Gesellschaft. Der Auftrag der KHS erweise sich, wie im Übrigen der aller Stiftungen, gleichzeitig als Auftrag zur Erneuerung der Bürgergesellschaft. Ihre Unabhängigkeit von staatlichen Zwängen mache sie zu einer ständigen Quelle für Innovationen in Staat und in der Gesellschaft und bilde damit ein Gegengewicht zur immer wieder drohenden Tendenz der Kollektivierung. Biedenkopf führte aus, weil sich Stiftungen ihre Aufgaben und Themen frei von allen Gruppen und gesellschaftlichen Zwängen setzen können, seien sie Garanten der Veränderung und Lobbyisten der Freiheit. Zum Schluss wünschte Staatsminister Dr. Thomas Goppel als Wegbegleiter der KHS von Anfang an der Stiftung, den Vorständen und dem Geschäftsführer, aber auch den Besuchern der zahlreichen Veranstaltungen und Vorträge in launigen Worten eine weitere gute Zukunft. Mit Freude habe er in den vergangenen 20 Jahren beobachtet, welche Veränderungen durch die Stiftungsgründung der zwei Damen Gabriele und Miriam Haeusler bewirkt worden sei. Er, Goppel, freue sich auf weitere Veränderungen, wenn er in 20 Jahren wieder kommen dürfe.

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