Im Bildungs-Wald-Kurs 2010 wurde forstliches Wissen vermittelt

Das Brucker Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hatte in Verbindung mit der Waldbesitzervereinigung FFB zum Jahresanfang einen zweimonatigen Kurs über grundsätzliche Inhalte zum Thema Wald ausgeschrieben. Rund 20 Waldbesitzer nahmen sich für 8 Kurs-Termine die entsprechende Zeit.

Bei den Innen- und Außenveranstaltungen blieb nichts unerwähnt: Von der Waldstruktur im Landkreis über Baumarten bis hin zu rechtlichen Grundlagen, vom Klimawandel über Anbaueignung zur Jungbestandspflege und Durchforstung, vom Naturschutz bis zu Schadfaktoren und ihre Bekämpfung, von der sicheren Waldarbeit über die sachgerechte Holzaushaltung hin zu den Marktanforderungen und einer öffentlichen Förderung. Am letzten Außentermin kam der Ebersberger Holzeinschlag-Experte Thomas Hobmeier in den Fürstenfelder Wald bei Jesenwang, begleitet vom Revierförster Franz Sartorius sowie Paul Högenauer von der Waldbesitzervereinigung FFB. Daraus wurden drei ebenso lehrreiche wie kurzweilige Stunden zum durchaus widerspenstigen Material Holz, der Selbstgefährdung durch Unachtsamkeiten und dem richtigen Umgang mit dem passenden Werkzeug. Hobmeier: „Forstarbeit ist eine gefährliche Arbeit!“ Schon mit der Bekleidung beginnt die spezielle Ausrüstung in der Forstbearbeitung: Schnittschutzkleidung, Forstschutzschuhwerk, Handschuhe und Helm sind Pflichtteile; eine Leuchtjacke wird empfohlen. Die Bandbreite der Waldarbeitwerkzeuge ist nicht klein, wobei man wegen den Verletzungsgefahren nicht immer alles am Körper tragen sollte: Keil-Axt (2750 g schwer) zum sicheren und kraftsparenden Einschlag, eine kleinere/leichtere Axt zum zusätzlichen Ausasten, Wendehaken, Fallheber, Plastik- und Eisenkeile, Packzangen und -haken. Am Körper trägt man einen breiten Werkzeuggürtel für den Kleinkram, der nichts in Hosentaschen zu suchen hat: Maßband mit Auslöse- oder Scherhaken, Kontrollmaß, Kreide und anderes mehr. Bevor die Motorkettensäge angeworfen wird sind Treibstoff und Schmiermittel in ausreichender Menge als Reserve vorhanden, am besten vereint in einem Kombi-Tank. Der Abschluß des 2. Praxistages im Fürstenfelder Wald bestand im Auszeichnen von Durchforstungsbeständen sowie der nach dem Schnitt („Holzernte“) vorgenommenen Sortierung. Beim Holzlagerplatz muß darauf geachtet werden, dass er jederzeit LKW-befahrbar ist. Auch auf Wendemöglichkeiten müsse geachtet werden.

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