MdL Prof. Dr. Michael Piazolo (FW) kritisierte in Emmering massiv  die Bildungspolitik des politischen Gegners CSU 

Stimmenanzahl für G9-Volkbegehren erreicht - Prof. Piazolo (FW): "Wir wollen die Wahlfreiheit" 

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FW-Landratskandidat Bernd Heilmeier aus Eichenau, Michael Leonbacher aus Gröbenzell, Bayerns FW-Generalsekretär Prof. Dr. Michael Piazolo und Bürgermeister Dr. Michael Schanderl

Emmering – An der Bildungspolitik der CSU übte der hochschul- und medienpolitische Sprecher der Freien Wähler (FW) in Bayern, Prof. Dr. Michael Piazolo, beim Neujahrsempfang der Freien Wähler in Emmering massive Kritik.

 „Was war die vergangene Woche für eine Katastrophe für die CSU“, eröffnete der Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft und Kunst, seine Ansprache am 30. Januar im Emmeringer Bürgerhaus. „Eine Woche des Desasters für die Staatsregierung, aber eine gute Woche für die Freien Wähler in Bayern“, freute sich der Generalsekretär der Freien Wähler. Mit 25.606 Unterschriften habe die drittstärkste Partei im Landtag die erforderliche Anzahl für das G9-Volksbegehren erreicht. „Wir wollen die Wahlfreiheit. Die Schüler sollen selbst entscheiden können, ob sie acht oder neun Jahre lang die Schulbank drücken wollen und nicht, dass von oben diktiert wird, wie lange sie die Schule besuchen müssen.“ Der 54-jährige Hochschulprofessor begrüßte in diesem Zusammenhang den Konzeptvorschlag für ein reformiertes G9 des bayerischen Philologen Verbandes (BPV). Gar als Wahlbetrug bezeichnete Piazolo die Streichung von 850 Lehrerstellen. Vor den Landtagswahlen habe Ministerpräsident Horst Seehofer noch versichert, keine Lehrerstellen zu streichen. „So kann man keine Politik in Bayern machen“, wetterte Piazolo, „dagegen werden wir uns wehren.“ 

Die Klassen seien immer noch zu groß und die Förderung immer noch zu gering. „Kleinere Klassen, mehr Lehrer, dazu stehen wir“, rief Piazolo, der als Initiator des erfolgreichen Volksbegehrens zur Abschaffung der Studiengebühren in Bayern bekannt wurde, den 100 Gästen zu. Geärgert habe ihn auch in der vergangenen Woche, dass von 800 Referendaren nur 150 übernommen werden. Man müsse doch vorher wissen, wie viele man brauche. Sie sollen sich in Berlin bewerben, so könne man mit den Menschen nicht umgehen. Für diese engagierten Leute sollten Übergangsstellen für zehn Jahre geschaffen werden, forderte Piazolo. „Wir werden der Bayerischen Staatsregierung in den nächsten Wochen den Marsch blasen“, zeigte sich Piazolo zum Abschluss seiner Ausführungen kämpferisch, nicht ohne vorher noch die Art und Weise, wie die Minister miteinander umgehen, wie sie von Seehofer „in den Senkel gestellt werden“ zu kritisieren. Das sei kein Umgang, den eine Regierung miteinander pflegen sollte, so Piazolo, das schade dem Ansehen Bayerns. 

Bei seinem kurzen Grußwort des ersten Neujahrsempfangs in der Geschichte der Emmeringer FW bezeichnete Emmerings Bürgermeister Dr. Michael Schanderl eingangs Emmering als „Hochburg der Freien Wähler“. Mit 90 Mitgliedern zähle der Ortsverband zur stärksten FW-Gruppierung im Landkreis. Von 20 Gemeinderäten gehören zehn den FW an, dazu komme noch der Bürgermeister. Handeln und gestalten, statt verwalten sei sein Wahlspruch, warb der Landratskandidat der FW, Bernd Heilmeier aus Eichenau, um Unterstützung. Abschließend stellten sich die für den Emmeringer Gemeinderat kandidierenden Freien Wähler sowie Bürgermeister Dr. Michael Schanderl den Gästen vor. 

 Dieter Metzler

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