1000 Besucher in Fürstenfeldbruck – Hauptvortrag von Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth, Autor und Neurobiologe

Obb. Lehrertag des BLLV beschäftigte sich mit dem Lernerfolg

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Bildungsforscher, Autor und Neurobiologe Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth referierte über „Bildung braucht Persönlichkeit – Wie Lernen gelingt“

Fürstenfeldbruck – Der diesjährige Oberbayerische Lehrertag des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) stand unter dem Motto „Bildung braucht Persönlichkeit: Wie Lernen gelingt.“ So lautete auch das Thema des Hauptvortrags von Bildungsforscher, Autor und Neurobiologe, Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth am unterrichtsfreien Buß- und Bettag im Veranstaltungsforum Fürstenfeld.

Neben zahlreichen Ehrengästen aus Politik, Schulverwaltung und BLLV-Landesverband, darunter Landtagsabgeordnete Kerstin Schreyer-Stäblein (CSU), Brucks zweiter Bürgermeister Erich Raff (CSU), die Bereichsleiterin Schulen von der Regierung von Oberbayern, Anneliese Willfahrt, sowie BLLV-Präsident Klaus Wenzel nahmen weit über 1.000 Lehrkräfte der Grund- und Mittelschulen aus Oberbayern auch diesmal wieder am 29. Lehrertag teil, der bereits zum elften Mal vom BLLV in der Kreisstadt ausgerichtet wurde. Viel Beifall erhielt der 72-jährige Professor für Verhaltensphysiologie und Entwicklungsneurobiologie am Institut für Hirnforschung der Universität Bremen im vollbesetzten Stadtsaal von den Zuhörern für seinen Vortrag, in dem er aufzeigte, wodurch der Erfolg des Lehrens und des Lernens bestimmt wird. Er bezeichnete es als Aufgabe der Gesellschaft, die Grundlagen der Lernbereitschaft allen Kindern zu vermitteln. Der Erfolg schulischen Lernens werde bestimmt durch eine Reihe von kognitiven, emotionalen und motivationalen Faktoren. Hierzu gehören erstens die Selbstmotivation und Glaubhaftigkeit des Lehrenden und seine Fähigkeit, die unterschiedlichen Persönlichkeiten und Fähigkeiten der Schüler zu erkennen und an sie rückzumelden. Zweitens gehören hierzu neben der Intelligenz die allgemeine Lernbereitschaft, Motivation und Aufmerksamkeit der Lernenden, drittens das anschlussfähige Vorwissen, das systematisch überprüft werden muss, und viertens die spezielle „hirngerechte“ Art der Wissensvermittlung einschließlich der aktiven Aneignung von Wissensinhalten. Hinsichtlich des Stoffumfangs gilt „weniger ist mehr“. Schließlich sei eine Wiederholung des gelernten in zunehmenden zeitlichen Abständen wichtig.

 Nach dem Hauptvortrag standen den Lehrkräften 35 verschiedene Workshops und Seminare für alle Schularten und Fachgruppen zur Verfügung. Von „Bauen und Konstruieren im Lehrplan Plus“, wie beispielsweise durch Eigenaktivität Lernen im Unterricht angeregt werden kann, oder „Coachingkompetenz für Lehrkräfte“ wie innere Haltung die Gesprächsqualität beeinflussen kann, bis hin zu „Pflichtverletzung im Schulalltag – das darf mir nicht passieren“, in dem häufige Fälle von Pflichtverletzungen im Tätigkeitsbereich Lehrkraft bzw. Schulleitung besprochen wurden, reichte das umfangreiche Angebot. Ein weiterer Anziehungspunkt stellt jedes Jahr auch die bayernweit größte Lehr- und Lernmittelausstellung mit über 60 Ausstellern auf zwei Etagen in der Tenne dar, wo die Lehrkräfte Materialien, Bücher und sämtliche Neuerscheinungen zum Lehrplan Plus kennenlernen. 

Dieter Metzler

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